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1 (1857)
Entstehung
Seite
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Im Kabiuet des Regenten.

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gesessen, vielleicht hatte er wahrend des Fahrens ihre Handberührt, wenigstens ihr Kleid, ihren Mantel streifen dürfen,und wenn Fcrnow das dachte, so knirschte er mit denZähnen und ballte die Faust, um gleich darauf schrecklichüber sich selbst zu lachen.

Er hat ja das Recht, ihre Hand zu berühren,"sprach er bebend zu sich selber;er hat ja das Rechtkünftig beständig in ihrer Nähe zu sei»; er hat ja allesRecht über sie, sie wird ja in Kurzem sein Weib sein,die Seinige, ganz die Seinige! Und ich wäre so namen-los glücklich gewesen, wenn ich nur zuweilen einmal

still und vergnügt hätte in ihrer Nähe sein dürfen, denBlick ihres Auges sehen und vielleicht in Augenblickendes Glücks," das sagte er in Erinnerung an das heu-tige Gespräch mit grimmigem Lachenihre Hand hätteberühren dürfen. Verfluchtes Schicksal, das dem EinenAlles, Alles gibt, um dem Andern Alles, Alles zu nehmen."

Er barg seinen Kopf in beiden Händen und brauchtesich nicht zu schämen, daß er plötzlich so unendlich weichgestimmt wurde, wie ihm dies seit seinen Knabenjahrcnnicht mehr begegnete. Er war ja allein in dem weiten

Gemach, und wenn die spiegelnden Lichtstrahlen auch auf

einen sonderbaren Glanz in seinen Augen fielen, so ver-

riethcn sie nichts davon; ihnen war es ja gleichgültig, obsie einem Glücklichen oder einem Traurigen leuchteten. Dazupickte die Uhr einförmig, und draußen hörte man die beiden

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