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1 (1857)
Entstehung
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Fünftes Kapitel.

sondern unterhielten sich leise plaudernd und waren offenbarin besserer Laune als heute Nachmittag: denn die Zeitihres täglichen Dienstes war bald verflossen und dann kamauch für sie die Stunde, wo sic zu Hause in ihrer be-scheidenen Wohnung den goldbetreßten Rock ablegen dursten,wo sic den Ihrigen von den ermüdenden Herrlichkeiten desHofes erzählen und mit Vergnügen zuschaucn konnten, wielustige Kinder ihre sämmtlichen Taschen untersuchten undso glücklich waren, ein Stückchen eroberten Kuchen zu finden.

Das Adjutantenzimmer war erleuchtet und selbst hierfand es der Ordonnanzoffizier nicht mehr so langweilig alsan dem vergangenen Sonntag-Nachmittage, wo draußender Helle Sonnenschein blitzte und hier tiefe Schatten lagen.Jetzt war das ja umgekehrt. Die flackernden Lampen er-hellten freundlich das weite Gemach, strahlten in den Spie-geln wieder und glänzten auf die Goldrahmcn und auf dieblanke Spitze der Leibdragonerstandarte, die hier aufgestelltwar. Draußen in dem Hofe dagegen brütete die finstereNacht; doch war selbst jener nicht so einförmig wie heuteNachmittag im Hellen Tageslicht. Man sah Stallleutc mitLaternen bei geöffneten Remisen mit den Wagen beschäftigt,die bei der heutigen Spazierfahrt gedient.

Herr von Fcrnow warf sich in den kleinen Fauteuilam Fenster und blickte mit finstern Gedanken aus das Trei-ben dorten. Auch ihr Wagen war gewiß dabei. Viel-leicht war sie an der Seite des Oberstjägermcisters nieder-