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Viertes Kapitel.
„Aber ich beschwöre Eure Durchlaucht!" entgegneteFräulein von Nipperda mit leiser Stimme; „nur heute nicht,nur jetzt nicht!"
Doch war alles das vergeblich. Der Regent war auseinen Wink seiner Cousine näher getreten, und als die kleinePrinzessin Fräulein von Ripperda fest bei der Hand ergriffund sie einen Schritt vor, gegen den Herzog, führte, ver-beugte sich Seine Hoheit leicht und anmuthig und sagtemit einer tiefen, klangvollen Stimme:
„Ich gratnlirc von Herzen, mein Fräulein. Sic hättenkeine bessere Wahl treffen können." Dann wandte er sichzur Seite, reichte dem Oberstjägermcister, der entzückt undhändereibend näher trat, die Hand und setzte hinzu: „Inder That, Baron Rigoll, diese Verbindung freut mich außer-ordentlich und ich hoffe, Sie werden glücklich sein."
Wenn ein Funke in einen lockeren Strohhaufen fällt,so kann die Flamme sich nicht schneller verbreiten und nichtgeschwinder emporlodern, als sich bei Hofe, bei solcher Ver-anlassung die Gratulation, von Allerhöchstem Munde pro-clamirt, durch beide Säle fortpflanzte und verbreitete.
— „Man gratulirt!" rief dicht in der Nähe eine alteHofdame, der man in ihrem ganzen Leben nie gratulirthatte, fast mit einem lauten Aufschrei.
„Man gratulirt!" sagte eine alte Excellenz, und —
„Man gratulirt!" tönte es von allen Seiten.
„Wem denn, um Gottes Willen?"