Diner bei Hofe.
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gung vorüberlassend. Während aber der Regent durch dieThüre schritt, sagte er zu seinem getreuen Diener zwei Worte,die dieser durch ein ganz leichtes Kopfnicken beantwortete.
Das Hofdiner nahm seinen Anfang und Verlauf wiealle dergleichen Vergnügungen. Wenn auch die Menne vor-trefflich war, so stillten doch die meisten den kleinen Hunger,den man zu Hofe mitzubringen pflegt, größtcntheils durchdie Ehre, an der herzoglichen Tafel speisen zu dürfen. Einenallzu großen Appetit zur Hoftafel mitzubringen ist unan-ständig und gefährlich, letzteres, da man nicht weiß, welcheTischnachbarn oder Nachbarinnen man hat. Wirft Einendas Schicksal zwischen zwei gerade nicht eßlustige, aber sehrredselige Damen, so thut man am besten, die meisten Schüsselnvorübergehen zu lassen; denn was nützt es, das Beste aufdem Teller zu haben, wenn man nur fast verstohlenerWeise dazu kommen kann, einen Bissen zu genießen? Dubist grade im Begriff, die erste Gabel zum Munde zu führen,als deine Nachbarin zur Linken eine zarte Wissbegierde anden Tag legt und zu erfahren wünscht, ob du gestern iniTheater gewesen.
„Allerdings, gnädige Frau."
„Ein deliciöses Stück! — Wie ich mich amüsirt habe!"
Natürlicher Weise findest du durch eine stumme Nei-gung des Kopfes das Stück eben so deliciös und hast dicheben so vortrefflich amüsirt; denn würdest du wagen zuwidersprechen, so käme die Gabel mit einem sehr schönen