Diner bei Hofe.
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Herr von Fernow, der noch immer halbverdeckt hinterdem Fcnstervorhange stand, hätte viel darum gegeben, mitseinen Augen den Blicken Helenens begegnen zu dürfen.Er hätte es gewiß gefühlt, wenn diese Blicke auch nur dentausendsten Theil einer Sekunde bei ihm verweilt hätten. —Ah! diese süßen, heißen Blicke! Wie sich der Versinkende aneinen Strohhalm anklammert, so war es ihm ein Trost, sichsagen zu können: Hätte Helene dich gesehen, vielleicht würdesic dir durch ein Zucken in ihren Augenwimpern gesagt haben,daß ihr die Scene so eben am Fauteuil schrecklich gewesen.
Unterdessen hatte Fräulein von Ripperda der Prinzessindie Rose überbracht, welche ziemlich gleichgültig daran rochund zu dem Obcrstjägcrmeister gewendet sprach: „Wenn ichmich nicht sehr täusche, so ist das .^inour ossensee."
Der gewandte Hofmann verbeugte sich mit einem augen-scheinlichen Entzücken und sagte: „Euer Durchlaucht haben auchin der Botanik einen sichern Blick, der Sie nie täuscht; esist in der That ämour ossensee. Nicht wahr, eine schöneRose, Fräulein von Nipperda?" wandte er sich an diejunge Dame.
„ämour olkenoee!" sagte auch diese; doch flogen ihreBlicke über die Rose hinweg, abermals durch das Zimmer.
„ämour olpenoöe!" murmelten die zunächst stehendenHofdamen entzückt; „ämour ossensee!" pflanzte sich von Mundzu Mund fort; sämmtlichc Kammerherren sprachen es ausmit dem Ausdruck des unverkennbarsten Erstaunens über