M Drittes Kapitel.
Prinzessin; „in der That reizend und erfrischend; und fürdie kleinen Überraschungen in Ihrem Departement, demWalde, bin ich Ihnen zu ganz besonderem Danke ver-pflichtet."
Der Oberstjägermeister verbeugte sich tief und als erden Kops wieder erhob, warf er einen Blick auf Helene vonRipperda, welche von der Prinzessin durch einen leichtenDruck aus die Hand vermocht worden war, den Kopfherumzuwenden.
„Daß Eure Durchlaucht mit dem heutigen Tage zu-frieden war," sprach der Baron Rigolt, „ist eine Gnade,welche mich ganz glücklich macht. Ja, Eure Durchlaucht,"fuhr er im erregteren Tone fort; „es war ein entzückenderTag, und wenn ich hoffen darf, für mich von den herr-lichsten und glücklichsten Folgen."
Aus den Augen der Prinzessin leuchtete die unverkenn-barste Bosheit, als sie bei diesen Worten zuerst einen Blickauf das herrliche junge Mädchen warf und daun die inEhrfurcht gekrümmte Gestalt des Sprechers betrachtete.
„Fräulein Helene," fuhr dieser fort, hielt aber unterseinem fatalen Lächeln inne, als ihn ein fester Blick ausden großen Augen der jungen Dame traf. Doch nahmIhre Durchlaucht seine Rede auf und sagte mit leisem, aberbestimmtem Tone, wozu indessen ihr liebenswürdiges Lächelnnicht ganz gut paßte: „Helene weiß, wie sehr ich mich mitihrem Glücke beschäftige. Sie weiß, daß ich wie eine