Druckschrift 
1 (1857)
Entstehung
Seite
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Diner bei Hofe.

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geistreich und nicht unschön, doch lag ein gewisser Ausdruckder Abspannung um Augen und Mund, und dabei spielteum den letzteren ein meistens höchst fatales Lächeln, einLächeln, von dem man sagen konnte, wie jener alte Oberstzu seinen Reitern: wenn ich lache, so lacht der Teufelaus mir!

Der Gerufene es war der Oberstjägermeister, BaronRigoll wand sich, indem er die freundlichsten Blicke anseine Umgebung spendew und sie auf diese Art bat, ge-fälligst Platz zu machen, wie ein Aal durch die Gruppender Hofherrcn, Offiziere und Damen und glitschte mit einemwahren Schlittschuhschritt neben den Fauteuil Ihrer Durch-laucht, der Prinzessin. Das junge Mädchen, welches ander anderen Seite stand, hob in diesem Augenblick ihrenKopf in die Höhe und während sie scheinbar gleichgültig zumFenster hinausblickte, that sie einen tiefen Athemzug. Einsehr aufmerksamer Beobachter mußte in diesem Augenblickebemerken, daß eine ganz leichte Röthc auf ihren Wangenerschien, daß sie die vollen Lippen zusammcnpreßte und daßsie eine Sekunde lang seltsam mit ihren Augen zwinkerte;und dieser sehr aufmerksame Beobachter, der das in der Thatbemerkte, stand nicht weit von dem schönen Fräulein, durchden schweren Vorhang des Fensters geschützt, aber so auf-gestellt, daß ihm nicht das Geringste von der Gruppe umden Fauteuil entging.

Es war doch heute eine superbe Partie," sagte die