Land und Leute, um uns eines gewöhnlichen Ausdrucks zubedienen, hintereinander zu bringen. Jüngere Männer, dievielleicht zu tief in dies glänzende Auge geblickt, oder diesich von dem Geist der Prinzessin mächtig ungezogen fühlten,versicherten seufzend, sie sei, wie der kleine boshafte GottAmor, der seine Pfeile nach allen Richtungen hin verschieße,um sich hernach über das Uebel, das er angerichtet, lustigzu machen.
Dabei war sie frei von jeder Ziererei, und trotz desFehlers an ihrem Fuß verstand es keine der übrigen Damen,sich so ungezwungen und elegant, wie sie, in dem größtenSalon zu bewegen. Für Alles, was in ihrer Anwesenheitgeschah oder gesprochen wurde, schien sic sich wenig zu in-tercssircn, und doch entging nichts ihrer Ilufmerksamkeit, wo-bei sie es aber verstand, den ernstesten Gesprächen einescherzhafte Wendung zu geben und so die Unbefangenenglauben zu machen, sic sei gar nicht im Stande, sich fürwichtige Dinge ernstlich zu intercssiren. Aber, wie eben ge-sagt, nur die Unbefangenen waren dieser Ansicht. Wer denHof genauer kannte, wußte, daß die Prinzessin Elise, solange ihr Schwager, der verstorbene Herzog lebte, das eigent-liche Haupt der Negierung war. Daher hatte sie cs auchbitter empfunden, als nun der Onkel des hochscligcu Herrn,dem Familienstatut gemäß, die Zügel der Regierung ergriff,und kräftig seinen geraden Weg ging, ohne sich durch dieJntrigucn der Prinzessin beirren zu lassen. Schlau, wie sie