Druckschrift 
1 (1857)
Entstehung
Seite
28
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Zweites Kapitel.

blonden Kopf; alle Teufel! ich weis;, was ich fühle undsehe. Nicht wahr, der Obcrstjägermcister wurde eigens zurPartie nach Eschcnburg eingcladen, obgleich er nichts dabei ver-loren hätte. Ich habe eigentlich nicht nöthig cs dir zu sagen,umsichtiger Kammerherr. Wenn man einen armen Ordonnanz-offizier protcgircn will, so braucht man nur nach dem Frühstückungefähr so zu sprechen: Sie werden doch auch mit uns reiten ?Hätte das die Prinzessin Elise gesagt, so wäre ich vor den Re-genten hiugetretcn und hätte ihm zu verstehen gegeben, ich seizur Partie befohlen worden."

Daran ist was Wahres; doch warst du vielleicht gegendie Prinzessin nicht liebenswürdig genug; oder hast dem Obcrst-jägermcistcr boudirt, oder gar zu süße Augen gegen Fräuleinvon Rippcrda gemacht. Das war vielleicht ein Augenblick desGlücks, den du versäumt."

-Hol' dich der Teufel mit deinen Augenblicken des Glücks!"cntgegucte unmuthig der Offizier,wenn es so schwer ist, dasselbezu fassen - so werde ich es niemals erlangen," setzte er seuf-zend hinzu.

Der Kammerherr wackelte mit dem Kopfe hin und her,wie eine indische Pagode.Hm, hm," machte er;ja, ja,freilich, freilich. Ich sage dir, Felix, in den merkwürdigenVerhältnissen, in denen wir uns grade befinden, könnte dasGlück wohl geneigt sein, sich diesem oder jenem .völlig zmdringlich zu nähern. Man muß nur klug sein und keineFehltritte thuu."