Druckschrift 
1 (1857)
Entstehung
Seite
19
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beginnt langweilig.

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Kopse aus die Ausgangsthür zu, öffnete dieselbe weit undmachte eine tiefe Verbeugung, als die Herren in das Vesti-büle hinaustraten.

Hier saß auf cineni Banquet in der Ecke ein einsamer La-kai, der, niedergedrückt von Stille und Langeweile, sanft ent-schlummert war, jetzt aber, beim Hören der herannahcndenSchritte, so eilfertig aufsprang und ein so grinsendes Gesichtmachte, als habe er sich' auf's Lebhafteste mit den interessan-testen Dingen der Welt unterhalten, und als sei es ihm gar" nicht eingefallen, das Auge zum Schlaf zu schließen. Alsihn aber die beiden Herren hinter sich gelassen hatten, gähnteer stark, dehnte und reckte sich, und brummte mißmuthig insich hinein:

Nicht einen Augenblick Ruhe hat man in dem Schloß!"

Darauf sank er wieder aus das Banquet zurück und setzteunter tiefen, schnarchenden Tönen seine Betrachtungen von vor-hin fort.

Am Ende des Vestibulcs trafen die beiden Herren auf eineneinzelnen Cavallericposten, der ebenfalls schläfrig auf- und ab-spazierte und nicht einmal mit der gewöhnlichen Energie seinenSäbel anzog.

Es lag aber auch eine wahrhaft drückende Ruhe auf demSchlosse; die Stille und die Langeweile tönten ordentlich. Inden weiten Gängen und aus den breiten Treppen entdeckte manselten ein lebendes Wesen, und wo sich in weiter Entfernungvielleicht ein Diener, eine Katze, oder vor den Fenstern ein