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Erstes Kapitel
angenehmer wäre, jetzt schon in den Speiscsaal zu'treten, alshier im Hinterzimmcr vergeblich zu warten."
Indem er das sagte, machte er eine demüthige, lang an-dauernde, tiefe Verbeugung, wobei er sich schüchtern die Händerieb, damit eine scheinbare Verlegenheit affectirend.
„Das ist ein guter Rath, Herr Kindermann," sprach derOrdonnanzoffizier, indem er seinen Federhut ergriff; „vomSpeisesaal hat man doch eine Aussicht auf den Schloßplatz, mansieht Sonne und Menschen, grüne Bäume und die fernen Berge,an denen Eschenburg liegt."
Das letztere sagte er leise und m>j einem gelindenSeufzer.
„Es ist doch fabelhaft" lachte der Kammerherr, „wiedich ein einigermaßen ernstes Gespräch ennuyirt! Und ichversichere dir, du hättest etwas aus meinem Vortrage ler-nen können."
„Das will ich auch noch thun, gewiß und wahrhaftig,"sagte der Ordonnanzoffizier; „aber jetzt komm' aus diesem stillen,trübseligen Zimmer in den Speiscsaal, da werde ich viel em-pfänglicher sein für die tiefen Gedanken, die du mir so groß-müthig preisgibst."
Lächelnd, aber doch achselzuckend nahm der Kammer-herr seinen Hut von dem Kamingesims, und der Kammer-diener Kindermann, der zuerst verstohlen eine Prise genom-men und sich dann, wie selbst erschrocken über dies große Ver-gehen, eilfertig die Nase gewischt, ging mit sehr erhobenem