124 Auslegung des einundfunfzigsten Psalms.
stehen; möge sie „Dir Opfer der Gerechtigkeit," d.wahre Gerechtigkeit als Opfer darbringen, durch wahre Buße,Glauben, Ehrfurcht, Hoffnung, Geduld, und andere von Dirgebotene Tugenden Dich verehren! So fordert er zunächst deninnern Gottesdienst, von dem oft die Rede'ist, z. B. 1. Petr.
2, 5: „Zu opfern geistliche Opfer, die Gott ange-nehm sind durch Jesum Christum." Diesen vorausge-setzt, so gefallen Gott dann auch äußere von Ihm ungeordneteCeremonieen, wenn sie zu dem Zweck geschehen, damit der öf-fentliche Gottesdienst in den Gemeinden erhalten werde, und indieser Beziehung spricht er: „Dann wird man Farren aufDeinem Altar opfern," d. h., ich bitte, Du wollest die l
öffentliche Gemeinde beschirmen und erhalten, damit in derselben °
die Stimme der ungefalschten Lehre ertöne, und Viele zu Dir
bekehrt, Erben des ewigen Lebens werden, und in öffentlicherGemeinde ihr Bekenntnis und ihr Gebet öffentlich darbcingenmögen.