Evangelium Match. 6, 24 — 84.
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Das Wort „Mammon" bedeutet Rcichthum. Die Frage,ob cs erlaubt sei, Reichthum zu erstreben, ist zu bejahen; nurmuß solches Streben ein geordnetes Streben sein. „Ihr könntnicht Gott dienen und dem Mammon." Du sollst Gottmehr lieben, mehr fürchten, Ihm mehr vertrauen, als irgend ei-nem Geschöpfe. Dann, nach Gott und in der rechten Ordnungmagst du auch Reichthum suchen, eben so Nahrung und Unter-halt, guten Namen und alle äußern Lebensgüter; Alles nachGott und in der gehörigen Ordnung, so daß du nicht gegendas Gebot Gottes sündigest, und des Glaubens verlustig gehest.Darum steht hier das Wort: Gott und dem Mammon die-nen, gleich als wollte Christus sagen: der Mammon soll nichtein deinen wahren Herrn bestreitender Herr über dich sein. Erwill nicht die Betriebsamkeit und den Fleiß in der Erwerbungder Mittel zum Unterhalt beschranken, es soll aber Furcht undLiebe Gottes, Glaube und Hoffnung auf Ihn ein reines Hel-les Licht darüber verbreiten. Deshalb wird auch gesagt: „Euerhimmlischer Vater weiß, daß ihr deß Alles bedür-fet." — „Gott weiß wohl, daß wir müssen Hüttlein habenund für unsre kleine Kinder warme Stuben" u. s. w.; das gibtGott auch, wiewohl auch Züchtigungen nicht ausbleiben. AberEr ist auch in Seinem Zorne Seiner Barmherzigkeit eingedenk,und lindert und mildert dieselben, wenn wir Ihn, wie Er es will,anrufen. Auch in dieser Beziehung heißt es hier: „Trachtetam ersten nach dem Reiche Gottes," u. s. w. Hierinist die ganze Lehre des Evangelium, Erkenntniß, Furcht, Ver-ehrung Gottes, Hoffnung, Glaube, Gebet zusammengefaßt. „Sowird euch solches Alles zufallen," d. h., ihr werdetWohnung, Unterhalt, äußern Frieden, Gesundheit haben. Undkommt auch ein Leiden, tragt's geduldig, und bittet Gott, daßEr cs lindere. Vermehrt eure Noch nicht selbst, „es wird wohlkommen ohne das." —