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Am Lage Johannes des Läufers.
angewiesenen Arbeiten zur Bereitung des Honigs verrichtet), undüberall seinen Platz ausfüllt. Aristoteles macht die Gerechtigkeitzur Regentinn des geselligen Menschenlebens. Ein Theil derselbenist jene nützliche Geschäftigkeit, wo Jeder das Seine thut, undwahrnimmt, was seines Ortes und seines Amtes ist. Dasselbemeint Plato, wenn er sagt, die Erhaltung der Gleichmäßigkeitsei die Erhaltung des Lebens. — Derselbe erklärt auch die Ge-rechtigkeit für die Tugend, wenn man thue, was Einem zu-komme, und sich nicht vorwitzig in fremde Geschäfte einmische.So besitzt denn nützliche Geschäftigkeit Der, welcher weiß, wozuer berufen ist, und mit seiner Stellung zufrieden Das sorgfältigverrichtet, was sein Beruf ihm auslegt. Das hingegen meidet,was seines Amtes nicht ist. —
Diese Tugend aber ist es, welche uns in den WortenChristi empfohlen wird: „Folge du Mir nach!" Und inden Worten des Paulus.' „Ein Jeglicher bleibe in demBerufe, darin er berufen ist!" (1. Kor. 7, 20.) Wirsollen wissen, daß wir unser ganzes Leben durch das Wort Got-tes regieren sollen, gemäß dem Spruche: „Dein Wort istmeines Fußes Leuchte." (Psalm 119, 105.) Eben so we-nig aber dürfen wir vergessen, daß wir unter den übrigen Vor-schriften des göttlichen Wortes auch die von der Sorgfalt in un-serm Berufe und von der geordneten Thätigkeit in demselben zubefolgen haben. Diese Tugend kann auf mehrere der zehn Ge-bote bezogen werden. Aber Grade des Berufes werden vorzugs-weise in dem Gebote: „Du sollst deinen Vater und deineMutter ehren!" unterschieden. Der Vater hat seinen Beruf,und der Sohn ebenfalls den seinigen. Hieraus lassen sich' dieübrigen Verhältnisse ableiten. —
Der nützlichen geordneten Geschäftigkeit streng entgegengesetztsind: träge Unlust zum Handeln und Niclthuecei. Erstere maggar Nichts thun. Solche träge Naturen sind viele Schulmänner,Bürger, Fürsten, thun ihre Pflicht nicht, scheuen die Arbeit,sind die (vom Nichtsthun benannten) Margiten des Homer, dieweder graben noch betteln mögen, wie vom Ninyas geschriebensteht: „Ec ißt und trinkt; gegen alles Andere ist er unem-pfindlich."
Vielthucrei hingegen ist's, wenn man zu viel thun will, infremde Angelegenheiten sich unberufen mischt. Diese entspringtbisweilen aus Unstetigkeit des Charakters, aus Gcistesleerhcit,und aus jener Gedankenlosigkeit, von der cs heißt: „Gedanken-