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6 (1830)
Entstehung
Seite
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Vorrede.

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einen vornehmen Jüngling, daß man den reichen Inhaltauch in unsrer Zeit gern recht Vielen an's Herz legen möchte. Das Gutachten über den Krieg wider den Kaiser hatteim dritten Theil keinen Raum gesunden, schien aber in mehr,als Einer Hinsicht, der Aufnahme sehr werth zu sein. Dieüber Luther's Leiche gehaltene Parentation mag fastmatt und kalt erscheinen; man kann aber den mühsam zu-rückgehaltenen Schmerz, welcher die ganze Größe des Ver-lustes auszusprechcn sich scheut, um nicht von Kummer undTrauer überwältigt zu werden, so wie das Festhalten andem Einen, was Noth ist,, und das wahrhafte Zcugniß fürden Entschlafenen, welches, obwohl der Redner nicht daraufausgeht, ihn zu loben, sich mächtig hervorgedrängt, nichtohne Lheilnahme, und die gegen Ende der Rede ausgespro-chene Verkündigung der bevorstehenden Streitigkeiten nur mitRührung lesen. Die Historie vom Leben Luther's ent-hält zwar nichts Unbekanntes; aber der treuherzige Berichthat an sich, und um des Gegenstandes, wie um des Ver-fassers willen, viel Anziehendes.

In der Auswahl der Reden ward nicht bloß auf Man-nichfaltigkcit, sondern auch auf Gemeinnützigkeit gesehen, da-mit der Leser, welcher Erbauung, und der, welcher auch an-derwcite Belehrung sucht, einige Befriedigung finde.

Bei Anordnung des sechsten Theils fühlte der Heraus-geber sich um so mehr beengt, als die versprochene und imWcrhältniß zu dem Subscriptionspreisc ohnehin sehr bedeu-tende Bogenzahl der ganzen Sammlung nicht allzu sehr über-schritten werden durfte. Es war daher von den reichhaltigenexegetischen Werken nur sehr wenig aufzunehmcn, und es