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befördern. Gegen den Adel aber sprechen viele schriftliche Zeugnisseder Zeit. Der paderborner Fürstbischof Ferdinand von Fürstcnberg sagrin den Llouumeut. Z?aäordorn. pa§. 53: ,,(Knippe ckuo svmxer eaesarei
Irueinuati aetatis nostrag ex a§ro ack exeroitus cluoonclos llostesciuelatixanckos evooati." Nach dem oben genannten Rosenkranz befindensich auf der Gymnasial-Bibliothek zu Paderborn ferner die ungedruck-ten, bis 1650 sortgesührten Annalen des Jesuiten Heinrich Turk (gcb.1607) über die niederrheinische Provinz in sieben Folio-Bänden, indenen mitgetheilt ist, daß Werth aus einem ungefähr eine Meile vonNeuß gelegenen Dorfe Büttgen stammte und der Sohn geringer Bauers-leute war. Dieser Turk lebte in Köln während des dreißigjährigenKrieges und kannte, wie er erzählt, sehr gut daS Geburtshaus desHelden, welches er ein oasruu rustioanam nennt. Seiner genauenBeschreibung nach hat er Werth selbst gesehen, der nach ihm zu Schlen-derhan Leim Freiherrn v. Frcntz als Knecht diente. Sollte sich auf denBauernstand nicht auch eine Stelle im Simplicissimus beziehen, dievon dem Helden sagt: er werde ein neuer Johann von Werth! dennSimplicissimus stammt ja auch, so viel er bis dahin weiß, von Bauernab. Im Philander von Sittewald wird erwähnt: als man die MutterWerth's nach Sr. Exeellenz gefragt habe, sei die naive Antwort er-folgt: ihr Sohn heiße nicht Lenz, sondern Jan. Also auch bei diesenZeitgenossen taucht das Bauernthum wieder auf. Wäre die Dame adeliggewesen, so hätte sie wohl gewußt, was Exeellenz sagen will. Außerdemwar Werth's erste Frau sicherlich und die zweite wahrscheinlich bürger-lich. Dazu kommen nun noch die vielen Volkssagen, die unseren Heldenals Schweinehirten und Pferdeknecht nennen. So lange also nicht dieauthentische Urkunde einer adeligen Herkunft der Familie entdeckt ist,wird man das bäuerliche Blut nicht ganz wegläugnen können. Freilichsteht es dem Poeten frei, sich um diese Frage gar nicht zu kümmernund die Thatsachen zu nehmen, wie sie zu seinem Zwecke taugen. Ichkann aber doch nicht umhin, zu sagen, daß sich die Wahrscheinlichkeit,-viel mehr auf die Seite meiner Annahme neigt. Den Punkt wegendes Geburtsortes Werth's habe ich unentschieden gelassen. Man streitetsich in dieser Beziehung wie um die Wiege Homcr's. Turk läßtihn in Büttgen geboren sein. Werth sagt in seinem Testament ans, daßer dort in seiner Jugend gelebt habe, und macht desihalb eine frommeStiftung, nach welcher der Felserhof jährlich eine bestimmte AnzahlWecken backen und in der Kirche an die Armen vertheilen muß. Aufdem Grabsteine des Helden heißt cs ferner von ihm: blatus ex terraJohann von Werth. 16