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Johann von Werth : eine deutsche Reitergeschichte
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Oft zeigt der Feind mit sauren MienenUnd blut'gen Köpfen, daß erschienenDer Werth im Feld, denn allerwegenStürzt er hinein mit blankem Degen,

Den Spork und Winand Frcntz zur Seite.Auch Fix und Jost sind mit im Streite.Bald ist das Jsarland gefegt.

Und Piccolomini bewegt

Sich mit dem ganzen Heere nach.

So stehn die Feinde scharf im Schach.

Nun hat der Werth mit seinen SchaarenAuch bald die Isar überfahren.

Er hört, die Schweden mit den FranzcnStehn nah bei Dachau in den Schanzen.

So ist's. Turenne lieget dort

Mit Wrangel. War nur nicht der Ort

Langweilig ohne Maß und Ziel!

Sic sehnen sich nach Lust und Spiel.

Da kommt die Kunde ins Quartier,

Es liegt ein mächtig JagdrevierGanz nah der Stadt und voll von Hirschen.Und Wrangel ruft:Auf, laßt uns pirschen!"Ja," spricht Turenne,frisch zum JagenIm hohen Forst, in tiefen Hagen!"

Doch meint Donglas, der General:

Wir halten besser Fuß beim MahlIn Feindes Land. Wer kennt die Wege?Auch ist der Werth, ihr wißt's, nicht träge!"Da höhnt der Wrangel:Was Bedenken!

Es gilt den Tag der Jagd zu schenken!