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Johann von Werth : eine deutsche Reitergeschichte
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Der trotzig kühne wilde Mann,

Der allwärts Ehr und Ruhm gewann!In diesem Bcrgthal weltverlorenKlang laut sein Ruhm in alle Ohren.

Fern liegt ihm hier des Krieges Plage,Ihm kommen Helle süße TageVoll reichem seligem Gefühl,

Wie sie das wirre WcltgewühlNicht geben kann. Wie herrlich lachtDer Berge unberührte Pracht!

Das Thal mit seinem stillen Lauschen,Der Fluß mit seinem frischen Rauschen!Und da die Liebe Alles krönt,

Ist rasch das starre Herz versöhnt.

Das Mädchen liebt ihn ohne Ende,

Den treuen Mann, und ihre HändeErheben segnend auch die Alten.

Jetzt mag die Zukunft sich gestaltenSchön, reich und hell! Das schöne PaarEint dann die Trauung am Altar.

Doch endlich muß geschieden sein!

Wie gerne zög der Werth zum Rhein,

Um bei der Mutter nach GebührenDie neue Tochter einzusührcn!

Denn kindlich treu ist er gesinnt.

Auch möcht' er Irmgard, seinem Kind,Die frische junge Gattin zeigen.

Wie heiß dahin die Wünsche steigen,

Er darf die Heimat nicht betreten,

Er darf im kölner Dom nicht beten.