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Johann von Werth : eine deutsche Reitergeschichte
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188
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Doch sind die Deutschen auch bereit.Zum Süden geben sich GeleitDie Fcindeshcerc. Ost erschalltIhr Waffenlärm im selben Wald.

Als donauwärts die Franzen kommen,Hat Mcrch schon den Stand genommen.

Bei Merheim, dem Dorf nicht fern,

Steht ans den Hohn des Fußvolks Kern,Das Mercy führet. Links vom SchloßDa hält der Werth auf hohem RoßVor seinen Reitern. Rechts Gelee»

Hat sich den Winnenberg ersehnZn seinem Stand. Jetzt mag es tosen,Denn feldwärts kommen die Franzosen.

Zur Mitte nimmt Condö den Hügel,Turenne sührt den linken Flügel,

Grammont den rechten.Alle her!"

Nun wogt die Schlacht vcrnichtnngsschwcr.Des Merch Stellung ist so fest,

Daß, wie der Feind auch drängt und Preßt,Jedweder neue Sturm zerschellt.

Da lüstet Werth, von Mnth geschwellt,

Den Hut und ruft zum Himmel aus:

Du Lenker dort im Schlachtcnlanf,

Ich komme selten nur mit Bitten,

Hab stets auf eigne Faust gestritten.

Wenn heut dein Arm nicht für mich ficht,So hilf doch auch den Feinden nicht!

O lieber Herrgott, bleib neutral!

Erhör mich nur ein einzig Mal!"