Druckschrift 
Johann von Werth : eine deutsche Reitergeschichte
Entstehung
Seite
173
Einzelbild herunterladen
 

Blut fließt wie Wasser stundenlang.

Erneut wird stets des Sturmes Drang.Was hilst's, daß Nacht die Streiter trennt?Als neu der Morgen glüht, entbrenntDie Schlacht anss Neu. So trotzig, zäh,So kalt, so heiß, so starr, so jäh,

Wie Conds, dieses Kampfes Schürer,Entsandte Frankreich keinen Führer.

Schon prallten ihm der Kugeln zweiVom Harnisch, und der Pferde dreiSind unterm Leibe ihm erschossen;

Er aber brauset unverdrossen

In das Gewühl mit Frankreichs Söhnen,

Denn endlich muß das Werk sich krönen!

Bei Gott, jetzt scheint ihm hold das Glück!

Die Baicrn weichen müd zurück,

Die Schanzen werden schon erklettert.

Da kommt der Werth hcrangcwcttcrtMit seinen Reitern ans den Höhn.

Grad langt er an. Laut klingt GetönDer Fcldmusik. Noth thnt die Eil.

Doch in den Rossen ist kein HeilAm steilen Hang.Absitzen!" heißt cs.

Sic gehn ans Werk. Wie keilt und schmeißt es!Wie kracht und tobt es da von Schlägen!

Es fegt der grade RcitcrdcgenDem Besen gleich die Hügelwändc.

Für heule ist die Schlacht zu Ende,

Und Conds's kühner Trotz zerbricht.

Doch heischt den Baiern auch die Pflicht,