Am Rheine töncn's nach. Der StromLauscht auf. Es klingt znm Himmclsdom.Auch Werth weiß sich nicht mehr zu wehren,Er sinkt aufs Knie, und in die hehrenGcwalt'gen Töne stimmt er ein,
Er singt, und mächtig hell und reinKlingt stolz vor allen seine Stimme,
Er singt in Andacht, Stolz und Grimme.
O, wie ihn die Gefühle treiben!
Er singt: „Das Reich muß uns doch bleiben
Und wie das Lied gemach verscholl,
Zichn Alle still und andachtsvollIn das Quartier. In einem ThurmRhcinfeldcns sitzt, den Geist voll Sturm,
Das Herz mit Wehmnth ganz beschwert,
Der kühne Held Johann von Werth.
Bald starrt er in das Feuer der Warte,Bald durch die enge Maucrscharte.
Draus geht die weiche Frühlingsluft.
Er hört den Buchfink, der schon ruft.Sehnsüchtig süßes Lenzgefühl,
Du lockst hinaus! Er denket schwülAn Weib und Kind. O grimme Schmerzen!Nun macht' er beide kosend HerzenUnd ist gefangen. Die GedankenEntführen ihn ins wilde SchwankenUnd Wanken neuer wilder Schlachten.
Doch, ach, vergebens ist sein Schmachten!
Er ist gefangen! Mit der HandGreift er ans Herz. O Vaterland,