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Johann von Werth : eine deutsche Reitergeschichte
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Die Feinde. Ach, umzingelt istDer ganze Wald in kurzer Frist,

Unmöglich ist sogar die Flucht.

Jetzt wird erdrücken sie die Wucht.

Da läßt er endlich vom Gefechte.

Es reicht den Degen seine RechteDem Grafen Nassau. Wie durchs FeldDa wildes Frcudcnjauchzcn gellt!

Dem sie begegnet all mit Bangen,

Der Unbesiegte ist gefangen.

Wie stand der Weimar stolz und kühn!

Die jungen Heldcnaugen glühn,

Die Augen blitzen. Wonne lagIn jedem Zug. Den schönsten Tag,

Den er erlebte, sah er heute.

Sein ist der Sieg, sein ist die Beute.

Sie gingen in die schlaue Falle:

Die kaiserlichen Feldherrn alleSind sein. Den er zumeist begehrtSein ist dazu Johann von Werth,

Dort bringt man ihn, den Schlachtenleu.Starr grimmig naht er sonder Scheu.

Ein Mann erträgt er die Geschicke.

Da messen sich mit kühnem BlickeZwei Männer fest und eisenhart,

Von echter, kühner, deutscher Art.

O, hätten sie zusammt gestanden,

Wohl besser wär's den deutschen Landen!Rings brausten auf die Siegeslicdcr,

Und blutroth ging die Sonne nieder.