„Festhalten müssen wir die Leute.
Wenn sic ans fernem Gang nach BeuteBei Trunk und Schwelgen sich zcrstrcun,
Das könnte viel zu früh uns renn!"
Der Italiener aber lacht:
„Der Ketzer hat sich ausgemacht
Und wird so bald es nicht mehr wagen!" —
Und sich, er läßt das Volk sich jagen,
Wohin es will! Wie's laust und schwärmt,Wie's in den Kneipen säuft und lärmt!
Sich füttern selbst auf Schritt und TrittenHeißt das auf Fütterung geritten?
Vergebens hört den Werth man fluchen.
Er will Quartier im Schwarzwald suchen,
Des Zuzugs wartend. Tauben OhrenPredigt sich's schlecht. — O Gott, die Thoren!
Es zieht der dritte MorgcnstrahlGran dämmernd durch das grüne Thal.Still ist es rings. Der junge RheinStürmt rauschend in das Land hinein.
Herr Gott, was bricht da durch den Wald?Die Trommel und Trompete schallt.
Das ist der Feind. Des Weimars Streiter,Kanonen, Schützen, Fußvolk, Reiter,
Sie stürzen ans dem Bcrgwald nieder.
Wo sind des Kaiserhcercs Glieder?
Zerstreut, verstäubt, verschwimmt, betrunkenLiegt Alles tief im Schlaf versunken.
O unentwirrbare Verwirrung!
Jetzt zeigt sich erst Savclli'S Irrung.