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Johann von Werth : eine deutsche Reitergeschichte
Entstehung
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111
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Die Gabe ist's, die Gott ihm lieh.Wie schaukelt er sic aus dem Knie,Wie trägt er saust sie auf den ArmenSo innig liebevoll dem warmen,Freudvollen Herzen angeschlosscn!

Nie hat er solche Lust genossen.

O lachte stets so Helle Zeit! >

O schwiege draußen Kampf und Streit!

O könnt' er jetzt zu Hause bleibenUnd all die süßen Spiele treiben,

Die Gattcnglück und VaterlustAuf einmal wecken in der Brust!

Wie weit ist er nmhcrgcritten,

Wie hat er überall gestritten,

Doch blieb ihm fremd sein eignes Wesen.Jetzt hat verstehend er gelesenIn seinem Selbst. Jetzt wünscht er Frieden,Weil Frieden seinem Geist beschicken.

Doch wie sich auch die Wünsche lenken, ^

Denn dunkle Kunden zichn durchs Land:rZn Wien starb Kaiser Ferdinand, ^

Und Ferdinand,Mr Kaisersohn,

Bestieg den alten deutschen Thron.

Er ist der Gönner Werth's seit lange.

Wie darf er jetzt im KriegesdrangeDem Gönner seinen Rücken kehren?

Es gilt des Kaisers Macht zu mehren.Auch hat er bitter tief empfunden,

Es blutet noch aus allen Wunden

Noch darf er nicht an Ruhe denken.