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Johann von Werth : eine deutsche Reitergeschichte
Entstehung
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Mit dem Gefolge. Vor dem ThorHält an der Zug. Beulh tritt hervorUnd führt ihn freudig in den Saal,

Den kühnen Gast. O Glück und Qual!Wo ist Christine? Ach, sic kamSo schüchtern scheu, voll süßer SchamUnd ungestüm voll Pein und LustStürzt ihm da« Mädchen an die Brust.

Wo bleibt das Wort? Der Blick, der Kuß,Das ist der Beiden Seelengruß.

Sprachlos macht ihn die Seligkeit.

Da fühlt der Werth, dem nie im StreitGefehlt der allerkühnste Streich,

Das allerkühnste Wort zugleich,

Zuerst der Liebe süße Macht,

Vor der er mehr als vor der SchlachtNun beben muh. Sein Auge weint.

O, wie der Mann ein Kind erscheint!

Er weiß, es kann nichts Höhres geben,

Als eines Weibes süßes LebenAns Herz zu Pressen, sich zu tauschenMit ihrem Wesen. Selig rauschenDie heißen Küsse ohne Ende

Er küßt ihr Kleid und Haar und Hände.

Lichthell entflossen da die Tage.

Vergessen ward des Feldes Plage.

Bestäubt hängt an der Wand das Schwert,Dem Augenblicke lebt der Werlh.

Er lebt so ungebunden frei

Dem Lied, dem Scherz, der Plauderei,