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Johann von Werth : eine deutsche Reitergeschichte
Entstehung
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Im Weinbaus an der Kirchhofecke,

Denn solchem grausigen VersteckeNaht sich kein Bauer um Mitternacht,

Wo nur im Thurm die Eule wachtUnd krächzend schreit. Die blassen GeisterSind daun des Ortes Herrn und Meister.

Drauf ziehn die rüstigen Gesellen,

Den Schink' und Würsten nachzustellen,Die Jost in dem Kamin gesehn.

Doch mag cS nicht so leicht geschehn.Durchs Fenster kann kein Dieb gelangen.Sic sind mit dichten EiscnstangenVergittert alle. Doch die ReiterErforschen bald die lange LeiterIm Hof. Auch ist ein Seil zur Hand.So klettern sie entlang die WandDas Dach hinauf, und auf dem DachZum Schornstein steigen sie gemach.

Jost, der wie eine Katze klimmt,

Alsbald den Weg zum Rauchfang nimmt.Daheim hat er in hohlen EichenSich eingcübet. Flugs erreichenDie Füße auch die derben Stangen,

An denen all die Speisen hangen.

Er gibt ein Zeichen, und das SeilFährt in den Schornstein. Voller EilSo löst er Schinken, Würste, SpeckUnd bindet's dran. Doch auf dem FleckGeht in die Luft die fette Beute.

So üben es die Reitersleute,