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Johann von Werth : eine deutsche Reitergeschichte
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Die Flüsse wälzten zorngcschwollcnAus hoher Flut des Eises Schollen.Schon keimen Bäume, Grus und Kraut.Und auch im Kaiscrhccre thaniDer trägen Starrheit dumpfer Bann.KricgSschaarcn ziehen allwärts an.

Des Friedlanbs Krieger werden los,

Und nahen tief aus Böhmens Schooh.

Es führet sie Herr Ferdinand,

Des Kaisers Sohn, und zu ihm standGallas mit stark bewährtem Degen.

Es nahet von den AlpcnstegcnDer kühne Cardinal-Jnfant,

Der Don Fernando, rasch entsandtVon König Philipp, seinem Bruder,

Der fern in Spanien das RuderDes Reiches führet. Auch in BaicrnWill Max mit Aldringcr nicht feiern.Jetzt gilt's die Feinde zu cntmuthcn:Bernhard von Weimar, du mußt bluten!

Viel früher aber braust ins FeldHerr Werth, der rastlos frische Held,Sein Herz ist Heller Hoffnung voll,Drum reitet er so mnthig toll.

Bald ist er hier, bald ist er dort,

Des Baicrnlandcs Schirm und Hort.Was sind am Tag ihm zwanzig Meilen!Wo er nur Feinde kann ereilen,

Da säumt er nimmer. Hei, wie trugBei Deggendorf in hnrt'gcm Flug