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Johann von Werth : eine deutsche Reitergeschichte
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Die Hüls' ist nah! Seht Proviant,

Den Herzog Bernhard uns gesandt!"

Die Brücke fällt, die Wagen knarren.

Doch unterm Thore bricht ein Karren.

Spork selber riß das Rad heraus,

Und offen ist des Feindes Haus,

Denn grad im Eingang liegt der Wagen,Die Flügel sind nicht zuzuschlagen.

Auf einmal hört man Waffen lärmen,

Aus einmal sicht man Rosse schwärmen.

Es kommt der Werth, es kommt der Werth!Und wie der Sturmwind fegt und fährtDurchs Thor er mit den Reiterschaaren.Und wieder ist's ein kurz GebührenMit Schüffeknattern, DegenrasselnIm wirren Durchcinanderprasseln.

Die Macht der Feinde ist zerronnen,Eichstädt dem Reiche neu gewonnen.

Der Sieger sitzt im Rathhaussaal,

Die Bürger kommen allzumal,

Zu huld'gen ihm. So will's die Sitte.Da nahet sich aus ihrer MitteEin seltsam Paar. Ein schöner GreisMit Locken reich und silberweißFührt eine rosig blühnde Maid.

In ihrem einfach dunkeln KleidErglänzet sie in junger Schöne.

Und ihre Mundart, welche TöneSind'S für den Werth! Er hört's heraus:Die Leute sind am Rhein zu Haus.