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Johann von Werth : eine deutsche Reitergeschichte
Entstehung
Seite
31
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Hört unten man am GasthofthorRoßstampscn. Emsig eilt hervorDer Wirth und Knecht mit der Laterne.

Wer kommt so spät noch ans der Ferne?

Ist Obrist Werth in Eurem Haus?"

Der Hausherr stottertJa" heraus,

Da stürmt auch schon in raschem LaufPolternd ein Herr die Trepp hinauf,

Und gradans klirren seine SchritteZur Stube Werth's. Dort in die MitteDer Neiterführer tritt er schwer:

Wie, Spork?" so tönt's,wo kommst du her?"

Von Lützen komm ich aus der Schlacht!"Erklingt die Antwort. Neugier fachtDa alle Augen glühend an:

Wie, ans der Schlacht? Erzähl uns, Mann!"Schreit's kreuz und gner. Spork aber sprichtUnd schaut dem Werth ins Angesicht:

Zuerst von mir, denn Jeder stehtSich selbst der Nächste. Früh und spätDient' ich bei Pappcnheim's Schwadronen,Der wußte gut den Dienst zu lohnen.

Er war der älteste Ncitcrheld,

Drum hielt ich mich zu ihm im Feld.

Der Pappcnheim ist nun am Ziel,

Da er in Lützens Ebnen fiel!"

Todt Pappcnheim?" so rufen Alle.

Wie ging es zu bei seinem Falle?"

Davon nachher!" fährt Jener fort.

Nach ihm ist aller Reiter Hort