Die rohe Gier. Es gilt, dem MagenZuerst die Rechnung abzutragcn.
Kaum gab die Mahlzeit nene Kraft,
Da zuckt und zwickt die Leidenschaft,
Die aufgcstürmte läßt der HaufenZwanglos die wilden Wege lausen.
Die sind noch sonder Arg und Harm,
Die von Getränk erhitzt und warmBei Faß nnd Krügen trinkend hocken,
Die Kann' um Kanne ohne StockenDen trocknen Schlund hinunterstürzcn,
Nnd, uni die Zeit sich zu verkürzen,
Laut fluchen, gurgeln, gröhlcn, schwirren,
Bis sich die Sinne Plötzlich wirrenUnd bis sie taumelnd und betrunkenZum Schlafe auf den Grund gesunken.
Viel andrer Bursche wüste BrutTreibt ungestüm das heiße Blut,
Es glühn voll lüsterner BegierDie Augen ihnen. Durchs RevierZiehn sie mit brüllend wilden Tönen,
Sie suchen nach des Dorfes Schönen.
Ach, nach den Schönen? — Nein, sie stürzenSinnlos und frech nach allen Schürzen!
Was ist solch schnöder Brunst noch heilig?Sic übcrmauuen jäh und eiligDie junge Unschuld. Sicher istDie Greisin nicht zu dieser Frist.
Fluchwürdig heischet ihre LustDie Mutter, die an keuscher Brust