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Johann von Werth : eine deutsche Reitergeschichte
Entstehung
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Sie sparte drum nicht Gut noch Geld.Den MauSfelo schickte sic ins FeldAufs Nen für Friedrich von der Pfalz.Teufel, das war ein WagehalsVoll Kraft und List! Jüngst todcskrank,Ging er noch ansrecht. Als er sank,Gcschah's in voller Kriegcrwchre,

Als kam' des Schlachtcntodcs Ehre.

Gott gnade ihm! Ihm schloß sich anSogleich der tolle ChristianVon Braunschwcig. Zwanzig Jahre alt,Da wollt' der Bursche mit GewaltEin lutherischer Bischof seinZu Halberstadt. Doch hieß cS: Nein!Und als der Kaiser ihm's versagt,

Da ist er in den Krieg gejagt.

Er raubt' und plündert' in Westfalen.Herr Gott, wiir seine Leute stahlenIn Kirch' und Kloster! PaderbornDas fühlte arg des Grimmen Zorn.

Der heilige LiboriusStand dort im Dom in einem GußVon purem Gold, schier achtzig Pfund,Den küßte gleich der Schelm am MundUnd nahm ihn mit. Zu Münster drausFand zwölf Apostel er zu HausBon Silber schwer auf den Gestellen,Fort!" rief er,müßige Gesellen,

Geht predigen in alle Welt!"

Er schlug ans dem Metall sich Geld,Drauf sicht man, wic's im Lichte scheint,Klar:Gottes Freund, der Pfaffen Feind