— 331 —
Mit den Nebeln, welche in Sommernächten aufden Wielen ruhen, lft immer die merkwürdige Eut-ftehung des Thaues verbunden. Nach Weüs’sBeobachtungen in feinem Ellay on Dew fchcintnun zwar das entfchieden, dals die Körper deltoftävker bethauen, je mehr lie die Ei gm Ich all ha-ben, die Wärme fchueJl zu verlieren, und dafsdief; Abkühlung der Körper als die nach Ile Ur-fache ihres üelegens mit Thau anzufehen ilt. Den-noch bleibt die bedeutende Menge Waffer, welchefich in heitern Nächten, und am meiden fchon inden frühen Abendfiundeu abfetzt, immer merk-würdig. Schwerlich kann diefes Waller mit demüber der Erde fchwebenden Nebel fich früherfanuntlich in den unterlten Luftfchichten befundenhaben, fondern wahrfcheinlich tragen auch diehohem Schichten mit bei, diefes Waller herzu-geben. Diefe Ichon aus der Menge des Thauesvahrfcheiiuiche Vermuthung wird befiärkt durchdas Herahlinken der trocknen Luftfchichten unddas mit dem Entliehen des Thaues gleichzeitigeVerfeinernden der Haufenwolken. Die Ab-kühlung der Luft, die doch nur nahe an derErde fehr erheblich ilt, bringt freilich eine er-hebliche Verdichtung der Luft und all'o einigesHerahlinken der obern Luftfchichten hervor; aberwenn man diele Abkühlung auch zu 10 Grad an-letzt, alfo die Luit um etwa -^- 5 Gr. dichter als vorheramiinnnt, fo betrüge auf 6000 Fufs Höhe dasSinken der oberu Luitfchichte doch nur 3 oo Fufs,und gewifs lange nicht fo viel, da die höheren Lult-khichlen fich weniger abkiihleu. Sollte aber ein1 ° geringer Höhenunlerfchied bedeutend genug%o, um einen erheblichen Uuterfchied in derTrockenheit der Luftfchichten bemerkbar zu®achen?
Y *