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Beiträge zur Witterungskunde : mit 2 Kupfertaf. u. 7 illum. Witterungstab.
Entstehung
Seite
365
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das Thermometer ganz fo hoch brachten, als ihreWärme es eigentlich gefordert hätte. Diefer Beob-achtung folgte in derfeiben Nacht ein Sturm.

Es erhellt hieraus, dafs bei der Entltehung vonGewittern, felblt in der Nähe der Erde, Verände-rungen Vorgehen, die wir gar nicht vermuthen,und deren Kennfnifs vielleicht zur Erklärung jenergrofsen Luft-Erfcheinung fehr wefentlich feynmag *).

Einige Bemerkungen über den Windund über Stürme.

TTnter den zahlreichen Urfachen, welche dasGleichgewicht in der Atmofphäre Hören könnenund daher Winde hervorbiingen, ilt eine Ungleich-heit der Temperatur wohl die einfachlte, und ichwill daher zuerft von den dadurch bewirkten Be-wegungen der Luft reden. Die Entltehung derLand - und Seewinde, deren Wechfel dadurch her-vorgebracht wird, dafs in der wannern Jahreszeitdas Land am Tage mehr erhitzt, Nachts mehr er-kältet ilt, als die Wafferfläche, habe ich fchon inder vorigen Abhandlung erwähnt. Die kältere Luititrömt in den untern Gegenden dem warmem Orte

*) So wenig Werth man im Allgemeinen Garnerins Beob-achtungen auf feinen Luftreifen beilegen darf, fo erhält doch

durch Beobachtungen, wie die eben angeführte, feine undGapitänSnowdons Behauptung, dafs es am 2g. Juni igoa inder obern Luft fo warn) gewefen Tey (Gilb. Ann. XVI. 26.)«inen hohem Grad von Walirfcheinlichkeit. Gewitterwolkenwaren auch damals am Himmel; denn fie fenkten lieh durcheine dicke ftürmilche Regenwolke herab.