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Beiträge zur Witterungskunde : mit 2 Kupfertaf. u. 7 illum. Witterungstab.
Entstehung
Seite
106
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Gegend wütliete, läfst fich fchon mit einigerWahrfcheinlichkeit aus Toaldos Erzählung ver-muthen, und die Beobachtungen aus Marfeille g e .l;en neuen Grund Zu diefer VermuLhung; denn inMarfeille geht in eben der Nacht der Wind vonSiidoft nach Nordoft, während er in Padua vonNordoft plötzlich nach Südweft gehl; in Mar-feille war alfo der Wind nicht gegen die Alpengerichtet, fondern entweder wirkte hier der imnördlichen Frankreich fiurkere Druck der Luft,oder der mit aufserordentlicher Heftigkeit nachVenedig zu dringende Luftftroin brachte eine Artvon ungelieiierm Wirbel hervor, in welchem dieLul't ungefähr von Marfeille nach Corfica flrömte,um lieh dann dem heftigen Strome anzufchliefsen.Doch das lind blofse Vermuthungen. FolgendeAngaben lind dagegen licher. In Dijon ging derWind in diefer Nacht von Südolt nach Nord weh;in Mannheim kam fchon Abends ein Harker Nord-Nordweli; am Niederrhein ift er Nord-Nordoft,in Briilfel und Mittelburg fortwährend Nordoftund in Mittelburg wahrhaft ltürmifch; in Copen-hagen Harker OHnordoft, in Berlin Nord, in Sa-gau Oft, in Ofen Ölif.dolt. Hier haben wir alforund um den Keffel herum fall vollitändig einZuftrdmen von allen Seiten; und wenn diefemgleich die flrenge Regelmäfsigkeit fehlt, fo iH dochdas Refultat vollfländiger, als man bei dem Mangelan ganz ins Einzelne gehenden Nachrichten überden Wechfel in der Richtung des Windes irgendzu erwarten berechtigt war. In der Mitte diefesZufammenflrömens ilt der Wind ungleich, inBaifern veränderlich, namentlich in Regensburganlangs oftlich, dann nördlich, dann füdweftlich,in Prag veränderlich, auf dem Gotthard ftürmifchaus SLitloH. Regenshurg hatte in diefer ftürini-