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Savonarola : ein Gedicht
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Weil einst wir ohne Wollen und WissenGelegen sind in Einem Leib,

Drum sollten wir auf Einem KissenNicht liegen jetzt, geliebtes Weib?"

Cäsar, der andre Bruderbuhle,

Ist todtenstill, sein Blick nur wacht,Wie über einem schwülen PfuhleEin Irrwisch flackert in der Nacht.

Er sitzet stumm, und heimlich wüthend,Valencias finstrer Cardinal,

Er sieht den Fürsten, Rache brütend,Lucrezia küssen Mal auf Mal.

In seines Herzens tiefsten SchachtenDer Priester still und schrecklich flucht,Deu Bruder heute noch zu schlachtenBlutschänderischer Eifersucht.

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Lenau, Savonarola.

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