Vanozza, einst des Pabstes Schöne,Bewirthet ihrer Freunde Schaar,
Die Tochter auch, und zwei der Söhne,Die sie dem Pontifer gebar.
Das Pfand entflohner Wonnestunde»,Lncrezia schön wie Keine blüht,
Daß sie den Männern Liebeswunden,
Und Neid ins Herz den Frauen glüht;
So reizend, daß für sie entbrannte,
Das Brüderpaar in Liebesglut;
Daß sie der Pabst sein Liebchen nannte,lind schnöd genoß sein eignes Blut.
Sie läßt ihr schwarzes Haar den Lüsten,Bald fließt die reiche LockenflutHernieder zu den schlanken Hüften,
-Bald fliegt es hoch im Uebermnth.