Du armer Jude! ist's ein Wunder,
Wenn deine Sinne sich verirrt,
Und wenn des Wahnsinns grauser PlunderDir zornig von den Lippen schwirrt?
Warst du nicht elend und verachtet,
Von Jugend auf gedrückt, gehetzt?
Bis sie geraubet und geschlachtetSelbst deine Kinder dir zuletzt? '
Nun schlägst du grimmig mit der KrückeDen Kies, nun bildest du dir einIm wild erträumten Racheglücke,
Das Herz des Pabstes sei der Stein! —
So denkt auf seinen hohen MauernEinsam der Wächter und er wagtDen Juden heimlich zu bedauern,
Der durch die Straßen fluchend jagt.