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Savonarola : ein Gedicht
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Und sinnend bricht er eine RoseVom Stocke, der am Simse grünt,

Und wieder kehrt der HoffnungsloseZu seinem Kranken unversühnt;

Er stellt mit unterdrücktem WeinenSich an des Sterbelagers Rand,

Das Evangelium in der einen,

Die Rose in der andern Hand;

Jetzt neigt er sich dem Kranken näherUnd hält zum letzten Gruße dichtDem unbeugsamen MedicäerDas Buch, die Rose vor's Gesicht

Und spricht:Eh dich der Tod verwüstet,Hat Geist und Leib dir hoch geragt.

Mit Kraft und Schönheit ausgerüstet;Ein Sinn allein war dir versagt.