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Faust : ein Gedicht
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Weht süßerschütlernd durch die stille Lust.

Wie einem Gläubigen, der an der GruftVon seinen Lieben weinend, betend kniet,

In seine Hoffnungsmilden SchmerzenstränmcHinter den Gräbern flüstern die GesängeDer Seligen: so säuseln diese KlängeWohllautend durch die anfhorchsamen Bäume.

Faust hält sein Noß und lauscht gespannter Sinne,Ob nicht der Helle Schein und Klang zerrinneVor Blick und Ohr, ein träumerischer Trug?

Doch kommbs heran, ein feierlicher Zug.

Da scheucht es ihn, in's Dunkel hoher EichenSeitab des Wegs mit seinem Roß zu weichen.

Und abznschreitcn zwingt unwiderstehlichDer Zug ihn jetzt, der näher wallt allmählich.

Mit Fackellichtern wandelt Paar an PaarIn weißen Kleidern, eine Kindcrschaar,

Zur heilig nächtlichen Johannisfeier,