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Faust : ein Gedicht
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Der nächtliche Lug.

Am Himmel schwere dunkle Wolken hangenUnd harrend schon zum Walde niedcrlanschen.Tiesnacht; doch weht ein süßes Frühlingsbange»Im Wald, ein warmes, seelenvollcs Ranschen,

Die blüthentrnnknen Lüste schwinden, schwellen,Und hörbar rieseln alle Lebensgnellen.

O Nachtigall, du thenre, rufe, singe!

Dein Wonnelied ein jedes Blatt dnrchdringe!

Du willst des Frühlings flüchtige GestaltenAuch Nachts in Lieb und Sehnsucht wach erhalte»,Daß sie, solang die holden Stunden säumen,