Druckschrift 
8 (1830) O bis Q
Entstehung
Seite
989
Einzelbild herunterladen
 

Quito Quittung 989

Hann Q., Pros, der Theologie, Superint. und Prediger an der L. Fe. Kirche zuRostock (geb. 1584, gest. 1648), mit einer Erklärung des Propheten Nahum alsein gelehrter Schriftsteller aus. SeinSohn,Johann Q. (geb. 1624, gest. 1699),der zu Greifswald, Königsberg, Kopenhagen und Leyden studirt hatte, wardD.und Prof, der Theologie zu Rostock, in der Folge auch Prediger das., starb als Ho-rror maAniücus und machte sich durch mehre Schriften verdient. Dessen Sohn,Johann Nico laus, war ebenfalls Prof, der Theologie zu Rostock. Bern-hard Friedrich Q., geb. zu Rostock 1718, ». und (feit 1779) erster Prof, derTheologie und Generalsuperint. über Schwcdischpommern und Rügen, verthci-digte (1751) die rostockische theologische Facultät gegen eine den mecklenburgi-schen Jntelligenzblättern eingerückte Abhandlung von natürlicher Wahrnehmungj mehrer Selbständigkeiten in dem Einigen Wesen Gottes, gab demnächst mehre(größtenlheils kleinere) theolog. Schriften, Dissertationen, Programme und Pre-digten heraus und starb 1788. Theodor Johann Q., geb. 1722 zu Ro-stock, studirte daselbst und in Leipzig, ward von Gottsched vorzüglich geachtet undmit dem dichterischen Lorberkranze gekrönt. Er schrieb philosophische, juristische undhistorische Abhandlungen, einige Lust- und Trauerspiele und Gelegenheitsgedichte,von denen der größere Theil vergessen ist. 1744 ward er zu Rostock Licentiat, dar-auf l>. der Rechte, ging nach Wismar, widmete sich der Praxis und ward 1746Tribunaladvocat. In der Folge führte er 2 dänische Grafen v. Schulendurg aufReisen, übernahm nachher die Prvcuralur beim Tribunal zu Wismar und ward^ 1750 zum Mitglied« des dortigen Senats ernannt. Er starb 1776 zu Wismarals Procurator und Advocat des k. Tribunals, wie auch Direktor der Kämmerei imSenatscollegium. Mehre rhetorische Aufsätze, juristische und historische Abhandl.und kleine, im Gundling'schen und Estor'schcn Geschmack abgefaßte kleine Schrif-ten hinterließ er handschriftlich. Sie verdienten wol die Ehre des Drucks. Jo-hann Christian von Q., geb. 1737 zu Rostock, beantwortete, 23 I. alt, ins. Inauguraldissertation die damals wichtige Frage :Herum unu« tostis iäciattorturae looun, k" Ec ward Prof, in Rostock, 1772 ordentl. Lehrer der Rechte zuBützow, 1774 Herzog!. Mecklenburg.-schwerin. Justizraih, 1780Obcrappellations-rath und 1792 von dem sächs. Vican'ate mit dem Prädicate eines Ritters und edelnHerrn in den Adelstand erhoben. Er starb 1795. Eine nicht unbedeutende Mengevon Schriften, unter denen einige wiederholte Aust, erlebten, z. B. s.Grundsätze' des deutschen peinlichen Rechts", sind Zeugen s. gelehrten Werthes. S. das Ver-zeichniß in Meusel'sGelehrtem Deutschland", sowie s. Leben im ersten Stückevon Koppe'sGelehrtem Mecklenburg". DU.

Quito, sonst eine Provinz von Peru, dann vom Mcckönigceich Neugranada,

! jetzt das Departement Äquator (IHumIor) kn der Republik Colvmbia, liegt auf den! hohen Andesgebirgen, ist wohl angebaut und in den nördl. Gegenden reich an Gold,l Sie zählt auf 9854 IHM. 550,000 E., meist Peruaner. Die Stabt gl. N. liegtfast unter dem Äquator, in einem anmmhigen Hochthale, 8880 Fuß hoch über derMeeresflächc (also die höchste Stadt der Erde), hat 60,000 E., eine Universität,Fabriken und Handel und ist der Sitz eines Bischofs. In dem Thale von Quito,das häufigen Erdbeben ausgefttzt ist, herrscht ein ewiger Frühling; doch ist seit§ dem schrecklichen Erdbeben am 4. Febr. 1797 die Lust viel rauher geworden. Esi liegen darin 29 Flecken und Dörfer mitten unter Pflanzungen von Indigo, Baum-' wolle, Zuckerrohr und Hainen von Citronen, Pisang und Pompelmus, die mit Gär-ten von Obstbäumen, mit herrlichen, von lebendigen Hecken eingefaßten Saatfel-dern, und schönen, mit Heerdsn bedeckten Weiden abwechseln.

Quittung, eine schriftliche Erklärung, worin der Gläubiger seinemSchuldner den Empfang Dessen, was er an ihn zu fodem hatte, ganz oder zumTheil bekennt. Eine Quittung erlangt nach 30 Tagen volle Beweiskraft.