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Quadrat
hauste, wo ec das nachhecige delphische Orakel bewachte. Der Zukunft kundig,wußte ec, daß Latonen's Sohn ihn tödle» werde, und verfolgte sie aufs heftigste.Apollo erlegte ihn bereits in den ersten Tagen nach s. Geburt durch den Pfeil, warfs. Gebeine in den Abgrund, bemächtigte sich des Orakels und erwarb sich dadurchden Beinamen des Pythischcn, des Pythonbezwingers. Wegen des Orakels heißtPython auch ein Weissager, Pythoniffa eine Weissagerin. Wahrscheinlich wollteman durch diese Mythe die Kraft der Sonne über die nach einer großen Überschwem-mung entstandenen schädlichen Dunste sinnbildlich bezeichnen.
Q.
der 17. Buchstabe des deutschen Abc, welcher den zusammengesetzten Lautkw ausdrückl und immer ein n, das eigentlich überflüssig ist, hinter sich hat.
Quadcn, ein deutsches Volk, dessen älteste Sitze an der Donau östlich bisgegen die Thcis reichten und nördlich von den Karpathen begrenzt wurden. Sieführten mit den Römern, namentlich mit Marc Aurel (st. 180), blutige Kriege,bis sie im 5. Jahrh. dem Namen nach verschwanden.
Quadragcna, die 40tägige unter den Bußübungen in der kath. Kircheeinem Sünder bisweilen auferlegrc Buße. Der Büßende mußte eingezogen leben,kam in kein Bett und mußte von Brot und Wasser leben. Ebenso nannte mandie 40 Ruthenstreiche, welche einem Büßenden nach Ablaßbriefen bisweilen abzu-halten oblag.
Quadragcsima, auch Quarcstma, s. Fastnacht.
Quadrant (gusärano, ein Viertel), ein astronomisches Werkzeug, wel-ches zur Abmessung von Bogen größter Kreise der Himmelskugel gebraucht wird,um dadurch die Höhen der Gestirne und ihre Abstände vom Scheitel zu bestimme».Es heißt Quadrant, weil cs das Viertel von einem Kreisbogen oder den Bogeneines Eirkelausschnitts von 90 Grad ausmacht. Diese 90 Grade sind mit weiternUnterabtheilungen darauf angegeben; ferner sind an diesem Werkzeuge Dioptern(Absehen) an einem Lineal oder einer sogen. Regel (Athidade) angebracht, welcheman auf den Stern richtet, dessen Höhe oder Abstand vom Scheitel man messenwill, und die also auf dem eingetheilten Rande (Limbus) die entsprechende Anzahlvon Graden abschnciden. In neuern Zeiten sind die Quadranten theils durch diegenaueste Eintheilung, theils dadurch, daß man sich statt der bloßen Absehen zumVisiren der Dioptern mit Fernrohren bedient, ungemein vervollkommnet worden.Übrigens pflegt man sich jetzt fast allgemein statt der Quadranten ganzer Kreise zubedienen. Man hat bewegliche und unbewegliche Quadranten. Erstere werden beidem jedesmaligen Gebrauch in eine Vertikalfläche ausgestellt, und sind doppelterArt, entweder ist das Diopterlincal am Quadranten selbst fest, und aus dem Mit-telpunkte des Limbus spielt ein Bleiloth herab, dessen Faden auf die Theile des Bo-gens trifft, oder das Werkzeug bleibt fest auf seinem Gestell stehen, aber das Diop-rerlincal ist an einem Punkte so befestigt, daß es sich um denselben drehen läßt. Dieunbeweglichen Quadranten sind dieselben, welche, weil sie an einer Mauer derSternwarte in der Mittagsfläche befestigt sind, Mauerquadranten heißen.Sie sind größer als die andern, und geben also genauere Bestimmungen. Von derEinrichtung dieses, sowie der übrigen Winkelmaßinstrumente, handelt u. A.Fischer: „Anfangsgr. der Feldmeßkunst" (Jena 1796). Wegen der großen Ver-vollkommnungen, die die optischen Winkelmaßinstrumente in der letztem Zeit er-fahren haben, vgl. Reichendach und Benedictbeurn.
Quadrat, ein Viereck, aus 4 gleichen Seiten und 4 rechten Winkeln