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8 (1830) O bis Q
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971
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^ Qualrc-bras (Treffen bei)

ans derselben zeigte, nicdcrwcrfcn und um jeden Preis die Annäherung und Verei-nigung Wellingtons, den man von Brüssel her zu erwarten hatte, zu verhindernsuchen. Ney befehligte sonach den linken Flügel des franz. Heeres und bildete denKeil, den Napoleon zwischen das britische und das preuß. Heer zu treiben gedachte,wahrend er sich selbst auf Blücher stürzen wollte. Ney's Auftrag scheint, wie ausden darüber geführten Beschwerden und Rechtfertigungen hervorgeht, schwieriggewesen zu sein, indem er durch eine gewisse Unbestimmtheit diesen Feldherr» in dieunangenehme Lage versetzte, nach den cintrctcnden Umständen zu handeln und beimMißlingen die Schuld auf sich nehmen zu müssen. Ney führte den erhaltenen Be--! fehl buchstäblich aus, d. h. er rückte den 15. Juni bis Frasnes und seine Vorpostenüber den Ort hinaus bis gegen Quatre-bras, wo sie aber auf einen vorgeschobenen> Posten von dem Corps des Erbprinzen von Oranicn stießen, den der Prinz Bernhardi von Weimar von Quatre-bras aus vor sich hingestellt hatte. Dieser Posten hielt sichunerschütterlich; die Nacht war eingetreten und erlaubte nicht, naher zu untersuchen,! was hinter demselben vorgehe; hicrnächst hatte der Marschall Ney den ganzen Tag

! über rechts in seinem Rücken eine sehr lebhafte Kanonade gehört (es war die zwi-

I schen Bandamme, Grouchy und dem 1. preuß. Armeecorps in der Gegend von

! Fleurus), welche auf keine allzu raschen Fortschritte der Franzosen schließen ließ.

! Dieser Umstand legte ihm Vorsicht auf; er blieb bei Frasnes stehen. Gewiß

i war der tapfere Widerstand, den das 1. preuß. Armeecorps an diesem Tage leistete,

^ und den Grouchy und Bandamme nicht rasch genug beseitigen konnten, ein uner-

wartetes, verdrießliches Ercigniß für Napoleon. Bielleicht hatte er gehofft, mitseinen Hauptmassen schon am 15. noch über Fleurus hinausdringcn zu können.Während nun in der Nacht vom 15. zum 16. die britischen Heeresabtheilungen,über Napoleons eigentlichen Angriffspunkt nicht langer mehr ungewiß, aus ihrenCantonirungen aufbrachen und auf der Straße von Brüssel gegen Quatre - braSzogen, um wo möglich die Preußen zu unterstützen, wählte Blücher ein Schlacht-feld nördl. von Fleurus für sein 1., 2. und Z. Armeccorps, die Briten auf seinemrechten Flügel und sein 4. Armeecorps unter Bülow von Lüttich her zuversichtlicherwartend. Seine Stellung war allerdings in einem eng zusammengedrängten Halb-zirkel, auf Anhöhen, durch den Lignybach schwach gedeckt, von dem Besitze der Dör-fer St -Amand, Ligny, Tongrines und Sombref in der Front abhängig und durchdie Straße von Quatre-bras nach Namur im Rücken durchschnitten. Napoleonnahm sie am 16. des Morgens in Augenschein und ordnete, während seine Trup-pen ruhten, für den Nachmittag seinen Angriffsplan. Der Marschall Ney erhieltvon Neuem Befehl, ungestüm gegen Quatre-braS vorzurückcn, die einzeln dortanlangenden britischen Corps über den Haufen zu werfen, eine Entsendung in denRücken der preuß. Stellung zu machen, endlich das erste, 20,000 M. starke Corpsdes Generallieut. Erlon, also fast die Hälfte seiner Stärke, als Rückhalt so beiFrasnes stehen zu lassen, daß es erfoderlichenfallS ihn oder auch Napoleon unter-stützen könne. Man hat franz. Seils den Marschall Ney der Säumniß beschul-digt, aber auch zu rechtfertigen gesucht (Gourgaud'sFeld;, v. 1815", durch Ga-mot und Marchand widerlegt). Gewiß ist es, daß er seine Kräfte erst gegen 4 Uhrdes Nachmittags ernstlich entwickelte und Quatre-bras angriff, wo nun freilichnach und nach der Erbprinz von Oranicn mit dem niederländischen, der Herzog vonBraunschweig mit seinem Corps, die hanöverischen und britischen Divisionen unterAlten und Picton angekommen und zum Widerstand aufgestellt worden waren.Blieb nun auch an diesem Tage die Bereinigung Wellington's und Blücher's un-ausführbar, so mißlang doch Ney's Bemühen ebenfalls durch die Tapferkeit seinerGegner, obgleich er ihnen anfangs an Reiterei und Geschütz weit überlegen war,was jenen fast gänzlich mangelte, und obgleich seine Truppen mit erstaunlichemMache fochten. Auf der niveller Straße mit dem rechten Flügel an Quatre - brqs