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Qualerne
-.. Qucttkk-bras (Treffen bei)
trljahr, Quartal; insbesondere heißen die Tage so, an welchen die Vierteljahreoder Quartale anfangen, und gewisse Abgaben fällig sind (Quatembergeld, auchQuatembcr selbst). Die Quatember sind in einigen Gegenden: Ostern, Johannis,Michaelis und Weihnachten; in andern, z. B. in Sachsen, Reminiscere (27. Fcbr.),Trinitatis (28. Mai), Crucis (17. Sept.) und Lucia (17. Dec.); in noch andern,z. B. in Nürnberg, Lichtmeß, Walpurgis, Laurentii und Allerheiligen. In Sachsenheißt Quatember auch eine Grund- u. Gewerbesteuer, welche jeder Steuerpflichtigenach Maßgabe seiner S ch o ck e (s. d.) entrichtet, und welche anfangs seit 1653 nur 4Mal des Jahrs entrichtet ward, in der Folge aber immer erhöht wurde und von derBewilligung der Landstände abhängt. Bei den Katholiken sind die Quatember 4 Fast-tage, welche am ersten Freitage jedes Vierteljahres streng beobachtet werden müssen.
Quaterne, s. Lotterie.
Quatrain, in der Verskunst eine 4zeilige Strophe, z. B. die 2 erstendes Sonetts; doch kann das Quatrain auch ein selbständiges Ganzes ausmachc».
Qu atrc-bras (Treffen bei) und S ch lacht bei Ligny am 16.Juni 1815. — Beide Kämpfe stehen als der erste Act des großen Schlachtstricksbei Waterloo (vgl. d.), mit diesem wie unter sich selbst im genauesten Zu-sammenhänge. Napoleons Plan bei Eröffnung des Feldzugs von 1815 war:die Streitkräste seiner verbündeten Gegner theilweise zu überwältigen, weil er sichihrer Gesammtmacht noch nicht gewachsen fühlte. Darum war Zeitgewinn dieHauptaufgabe. Rußlands und Ostreichs Kriegsvölker, noch auf dem Marschenach dem Rheine, kamen für den Augenblick nicht in Betracht; nur Wellingtonmit dem britisch-niederländisch-braunschweigischen, 102,000 M., und Blüchermit dem preußischen, 120,000 M. starken Heere, standen beobachtend schonan der franz. Grenze zwischen Brüssel und Lüttich, jedoch wegen der schwierigenTruppcnverpflegung in ziemlich ausgedehnten Cantonirungen. Die Kräfte Bei-der vereint, waren denen weit überlegen, die Napoleon zu seinen Unternehmun-gen hier zu Gebote standen, und die sich nach franz. Angaben nicht über 115,000 M,beliefen. Er mußte also der Vereinigung Blücher's und Wellington's zuvorzukom-men und sie getrennt zu schlagen suchen. Mancher Umstand, den er in gewohnterWeise glücklich zu benutzen hoffte, deutete auf sichern Erfolg. Dahin gehörte u. A.,daß bei genauer Ortskunde sich berechnen ließ, wie viel Zeit die einzelnen Hecresab-theilungen des Feindes durchaus haben mußten, um sich zusammenzuzichen, unddaß selbst im günstigsten Falle Blücher und Wellington 2 Tage brauchten, um ihreVerbindung zu Stande zu bringen. Blücher, als der raschere, mußte zuerst ange-griffen und bis an den Rhein zurückgeworfen werden, dann dünkte die Überwindungdes bedächtigem Wellington nicht schwer. Die Berechnungen mochten richtig sein,der Strich hindurch kam von höherer Hand. — Napoleon fand am 15. Juni desMorgens den Feind noch in scheinbar tiefer Ruhe. Sein rasches Vordringen in 3Colonnen über die Sambre gegen Charleroi glich einer Überraschung. Das erstepreuß. Armeecorps unter Generallieut. v. Ziethen, welches gewissermaßen die VorhutBlüchers bildete, zog sich indessen in Folge längst erhaltener Weisung mit ebenso vielGeschicklichkeit als Fassung, wenn auch nicht ohne bedeutenden Verlust, aufFleu-rus zurück und erfocht, wie man beabsichtigte, den übrigen Armeecorps Zeit, sichzusammenzuziehcn und sich jenseits Fleurus zur Schlacht aufzustellen. GegenMittag, in Charleroi, konnte Napoleon seinen Plan umständlicher entwickeln.Von Charleroi führt in nördl. Richtung eine Straße in 14 Stunden bis Brüssel.An derselben liegen die Punkte Gosselins, Frasnes, Quatre-bras (eine Art Meie-rei, nur aus etlichen Häusern bestehend, wo die Straße von Nivelles nach Namucdie von Brüssel in südvstl. Richtung durchschneidet), Jemappes und Waterloo.Auf dieser Straße sollte der Marschall Ney mit dem 1. und 2. Armeecorps undgehöriger Reiterei, 42,000 M. stark, bis Quatrc-braS Vorgehen, Alles, was sich