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8 (1830) O bis Q
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960 Quäker

den 23, Oct. 1795, und 18 < 2 daselbst als Hoftheakermaler angestellt, ist ebenfallsein Schüler seines Vaters. Er malte anfangs in Wasserfarben. Man schätzt seineAnsichten von Gebäuden in landschaftlicher Umgebung, von Kirchen u. s. w., z. B.seinen kaln^o Veeoiiio mit der dabei befindlichen Loge zu Florenz. 20.

Quäker (Zitterer), die Glieder einer um die Mitte des17. Jahrh. in Eng-land entstandenen und besonders in Nordamerika zahlreichen Religionsgesellschaft,deren Begeisterung sich bei ihren Andachtsübungen in der ersten Zeit nach ihrerStiftung durch Verzuckungen und Zittern anzukündigcn pflegte, und deren Stifter,George Fox (geb. zu Dreton in Leicestcrshire 1624, gest. 1681), einst vor Gerichtgesagt haben soll:Zittert vor dem Worte des Herrn". Sie selbst nennt sich diechristliche Gesellschaft der Freunde, weil bas Band der Freundschaft und igleichen Gesinnung die Anhänger ihres Stifters zu eignen, von der englischen Kir-- >che abgesonderten, Gemeinden vereinigte. Fox fing 1649 (in einem wegen polili- ischer Gährungen und Umsichgreifen der Beschwerden gegen die bischvfl. Kirche dem !Separatismus besonders günstigen Zeitpunkte) an, göttliche Offenbarungen, dis ererhalten haben wollte, mitzutheilen. Die Dreistigkeit, womit dieser von wiffen-sihaftlicher Bildung ganz entblößte Schustergesell auf die Laster aller Stände los-gog, die Geistlichkeit angriff, Gelehrsamkeit und Schulwiffenschast für unnütz er-klärte und das Volk zur Verweigerung der kirchlichen Abgaben reizte, fand Beifallbist den gemeinen Leuten. Trotz aller Verfolgungen, die über ihn ergingen, breitetensich f. Meinungen schnell aus. In Wales und Leicester hatten sich die ersten Quä-tergemeinden gebildet, 1654 entstand eine zu London, und 1658 hielt Fox die ersteGeneralversammlung s. Partei zu Bedford. Einige zu ihr übergegangene Gelehrte,wie Samuel Fisher, George Keith, William Penn (s. d.), der ihr eifrigsterVerbreiter ward, und besonders Rob. Barclay, dessenLpoloZia tkeoloxis« vereLÜristianae" (1676) den Glauben der Quäker am gründlichsten darstellt, brachten !durch ihre Schriften in die verworrenen Aussprüche des Stifters erst die Bestimmt-heit und Ordnung, welche das Eigcnthümliche der Lehre dieser Sekte kenntlich macht.

/Ihr Grundsatz ist die Meinung, daß Jedem, der den göttlichen Geist ernstlich suche,unmittelbar göttliche Offenbarungen zu Theil werden, deren Keime der menschliche-Geist in sich trage. Diese, nach ihrer Ansicht, dem Menschen angeborene Fähig-keit, sich durch Anregung des h. Geistes göttlicher Offenbarungen und der gesamm-len Religionswahrheiten bewußt werden zu können, nennen sie den im menschli-chen Herzen wohnenden Christus, das innere Licht oder Wort, welches sie im Rangeüber die Schrift stellen. Dies« gilt ihnen nur als eine untergeordnete Glaubens-cegel, und sie sprechen ihr die Eigenschaft der Vollständigkeit und allgemeinenAnwendbarkeit auf »euere Zeiten ab. Das Werk der Erlösung halten sie für einegeistige Thatsache, die sich im Innern jedes wahren Christen erneuere; ebensosind ihnen die Sacramrnte auch nur innere, gemüthliche Handlungen, daher esder ihnen keine Taufe, kein Abendmahl und überhaupt keine kirchlichen Gebräuchegibt. Ihr Gottesdienst übertrifft an Einfachheit den jeder andern christlichen Sekte.Man sieht keinen Altar, keine Kanzel und keine Bilder, man hört keinen Gesangund keine Musik in den Versammlungssälen. Ohne Glockenklang kommt die Ge-meinde zusammen und harret schweigend mit bedecktem Haupte auf den Geist. Wersich von ihm ergriffen fühlt, kündigt s. Begeisterung durch Seufzer an, in welchedie Übrigen einstimmen, und wenn er predigt oder betet, hören ihm Alle stehend, dieMänner mit entblößtem Haupte, zu. Bisweilen sprechen Mehre nach einander;doch geht man auch, wenn Keiner sich dazu gedrungen fühlt, nach stundenlangemHarren wieder aus einander, ohne daß ein Laut gehört worden ist. Einen besonder»geistlichen Stand dulden die Quäker nicht, Männer und Weiber dürfen in ihrenVersammlungen predigen und beten, weil nach ihrer Meinung der h. Geist noch;etzt, wie in den Aposteln, bei jedem Christen das innere Wort erweckt. Erst in