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8 (1830) O bis Q
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Pythagoreische Lyra Python

wenn cr genugsam geläutert worden, zu dem Urquell zurückkehre, von dem er ans-gegangen. Diese ursprünglich ägyptische Lehre von der Seelenwandcrung (Metem-psychose), welche mit Begriffen von Belohnung und Bestrafung des irdischen,Wandels in Verbindung tritt, war die Hauptursachc, weshalb die Pvthagoräerkein Thier tödteten. Seine Sittenlchre stellte P. zusammenhängend mit seinercontcmplativen Ansicht in symbolischen Sprüchen und ascetischen Vorschriften auf.Die Kräfte des Geistes sind Vernunft und Leidenschaft; wo die letztere der erster»gehorcht, ist die Tugend herrschend; sie ist ihm Einheit, Harmonie, Gottähnlichkcic.Las Recht ist Wiedervergeltung, und die Gerechtigkeit eine sich selbst vervielfachendeZahl. Auch legt man ihm die Sprüche bei:Die Jugend ist an Gehorsam zugewöhnen, dann wird sie cs leicht finden, dem Ansehen der Vernunft zu gehorchen.Man führe sie auf die beste Lebensbahn, die Gewohnheit wird sie ihr bald zur an-genehmsten machen".Stillschweigen ist bester als nichtige Worte".Der Weisewird sich auf Alles bereit machen, was nicht in seiner Macht steht".Thue, wasdu für recht hältst, wie auch das Volk über dich urthcile, verschmähe seinen Tadelnah sein Lob".Es ist feig, den vom höchsten Gott angewiesenen Posten früher zu,verlassen, als cr cs erlaubt hat".Auf der Nüchternheit beruht die Stärke des GeisteS, denn sie erhält die Vernunft nnumwölkt von Leidenschaft".Niemand ist fürfrei zu halten, der sich nicht vollkommen beherrscht".Trunkenheit ist ein vorüber-gehender Wahnsinn".Das Verlangen nach Überflüssigem ist thöricht, weil es keineGrenzen kennt"' :c. Vorzüglich empfahlen die Pythagoräer die Tugend der Freund-schaft. In derselben verlangt P. Entfernung alles Zwiespalts, vollkommenes Ver-trauen, Beistand unter allen Umständen und gegenseitiges Bestreben, einander vollkommen zu machen. Wahren Freunden ist Alles gemein. Wahre Freundschaft istunvergänglich. Bei der Vollziehung heiliger Gebräuche federte er Frömmigkeit derSeele. Die Götter müssen verehrt werden durch Symbole, welche ihrer Natur an-gemessen sind, durch einfache Reinigungen und Gaden und mit Reinheit des Her-zens. Ein Eid darf nie verletzt werden. Die Lodten müssen nicht verbrannt wer-den. Nächst den Göttern und Dämonen gebührt die höchste Verehrung den Altemund Gesetzgebern. Die Gesetze und Gebräuche unscrs Landes sind heilig zu beob-achten. Die pythagoräischc Philosophie hatte großen Einfluß auf die platonischeLehre. In den spätem Zeiten wurde sie erneuert und erscheint mit dem Neuplatonis-mus vermischt. S.Gesch. der pythagoräischen Philosophie", von 0. H. Rit-ter (Hamb. 1826), und A. Böckh'svisputat. lle klatoinoo s^stomate coelsst^lob. ete." (Heidelb. 1810, 4.).

Pythagoräischc Lyra l

PythagoraischeRechnentafel! s. Pythagoras.

Pythagoräischer Lehrsatz )

Pythia oder Pythonissa, s. Delphi.

Pythias, s. Dämon.

Pythische Spiele. Sie gehörten zu den 4 großen Spielen, welchein Griechenland gefeiert wurden, und waren zu Ehren Apollo's des Pythpnbezwin-gcrs schon in den frühesten Zeiten gestiftet. Gehalten wurden sie auf den sogen,krissäischen Feldern bei Delphi, welches früher Pytha hieß, anfangs alle 9 Jahre,später, auf eine Verordnung der Amphiktyonen, alle 5 Jahre. Hier wurden Lob-gedichte zu Ehren Apollo's zur Flöte oder Lyra abgesungen, und Dichter und Mu-siker stritten dabei um den Preis, der in einem Lorber- oder Eichenkranzr bestand.Kampfrichter waren die Amphiktyonen. Später kamen andre musikalische undgymnastische Wettstreite dazu. In der spätem Zeit wurden diese Spiele auch inandern griech. Städten gefeiert, bei Delphi aber bis ins 3. Jahrh. n. Ehr.

Python, ein furchtbarer Drache, welcher dem von der deukalionischcnFlut zurückgebliebenen Schlamme entsprossen war und bei Kciffa am Parnassus