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8 (1830) O bis Q
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948 PythagoraS

hatte. Unterdessen lockten ihn die Unruhen in Syrakus nach Sicilkcn. Ader ohnes. eiteln Erobenmgsplane ausgeführt zu haben, kehrte er nach Italien zurück, undnachdem er hier von den Römern, die sich an seine Art zu kriegen gewöhnt hatten,bei Beneventum geschlagen worden war, sah er sich gcnöthigt, unverrichteter Sachenach Griechenland zurückzugehen, wo endlich ein Wurfspieß bei der Belagerung vonArgos s. unruhigen Leben (272 v. Ehr.) ein Ende machte. Bon diesem Könige ha-ben die Römer einen großen Theil jener Kriegskunst erlernt, welche sie nachmalsihren Feinden so furchtbar machte. (S. Fabrik ius.)

Pythagoras, ein Weiser des griech. Allerthums, der Stifter der ital.Schule. Nach der gewöhnlichen Meinung war er aus Samos geb. Sein Vater,Mnesarchus, war ein Kaufmann, wahrscheinlich aus Tyrus oder sonst einer phöni-zischen Stadt, welcher nach Samos handelte. Hier erhielt er das Bürgerrecht undließ sich mit s. Familie nieder. Das Geburtsjahr des P. ist ungewiß, wahrscheinlichzwischen 584 und 586 v. Ehr. Seine Geschichte ist mit vielen Fabeln ungefüllt.'H. empfing s. ersten Unterricht von Kreophilus in s. Vaterstadt. Dann begab er sichnach der Insel Scyrus und war ein Schüler des Pherecydes bis zu dessen Tode;A. wollen ihn auch zu einem Schüler des Thalcs machen. Jamblich erzählt, daßP. auf s. Reise nach Ägypten einige Zeit in Phönizien im Umgänge mit des Mo-schus Nachfolgern u. a. Priestern des Landes verweilte, von denen er in ihre be-sonder» Mysterien eingewciht worden sei, und daß er verschied. Theile Syriens bereisthabe, um ihre wichtigsten heiligen Gebräuche und Lehren kennen zu lernen. Dochist diese Angabe mit vielen fabelhaften Umständen verbunden. P. soll von Poly-krates, Tyrannen von Samos, an den ägyptischen König Amasis empfohlen wor-den sein. In Ägypten wurde er wahrscheinlich in die Mysterien der Priester cinge-weiht und mit der ägyptischen Gelehrsamkeit in ihrem ganzen Umfange vertraut.Von Ägypten soll er sich in den Orient begeben und sowol die persische;, und chal-daischcn Magier als die indischen Gymnosophisten besucht haben. Nach s. Rück-kehr eröffnet« P. auf Samos eine Schule, worin er nach dem Muster der Ägyp-ter s. Lehren in einer symbolischen Form vortrug. Die Sage erzählt noch, er seinach Delos gereist und habe von der Priesterin moralische Lehrsätze erhalten, welcheer s. Schülern u. d. N. göttlicher Vorschriften mittheilte. Auch habe er Kreta be-sucht, wo die Priester der Cybele ihn in die Höhle des Jda führten, in welcher Ju-piter gewiegt worden, und wo man das sogen.Grab desselben zeigte. Hier sei er mit Epi-wenides zusammengetroffen, der sich des Umgangs mit Göttern und der Gabe derWeissagung rühmte, und den P. in die heil. Mysterien der Griechen eingeweiht habe.Äon Kreta sei er nach Sparta und Elis und von da weiter nach Phlius gereist, woer, vom Könige Leon nach f Geschäften befragt, sich einen Philosophen oder Freundder Weisheit genannt habe, indem er erklärte, baß der Name eines Weisen (Sophos)nur der Gottheit zukomme. Mit vermehrtem Wissen sei er in s. Heimath zurückge-kehrt, wo er nun mit glücklichem Erfolge eine philosophische Schule gestiftet habe.Seine Lehren schienen göttliche Orakelsprüche, und das heilige Dunkel, worein ersie zu hüllen wußte, zog eine Menge von Schülern an. Dennoch faßte er den Ent-schluß, Samos zu verlassen, entweder um den ihm angetragenen Staatsämtern oderum der Tyrannei des Polykrates zu entgehen. Er begab sich nach Großgriechcnland.Hier landete er zu Krokon, dessen Einw. durch die Verderbtheit ihrer Gilten berüch-tigt waren. Aus allen Sagen geht hervor, daß er Ansprüche aus übernatürlicheKräfte machte und als ein außerordentlicher Mann Leute aus allen Volksclasscn umsich versammelte. Die guten Wirkungen s. Einflusses wurden bald sichtbar. Nüch-ternheit und Mäßigkeit traten an die Stelle der Völlerei und Sittenlosigkeit.600 Einw. von Kroton, heißt es, unterwarfen sich den strengsten Vorschriften seinerLehre und legren ihr Vermögen zusammen zum Bortheil der ganzen Gemeindeoder des Bundes, welchen P. stiftete. Dieser Bund hatte wol die innige Verbin-