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8 (1830) O bis Q
Entstehung
Seite
947
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Pyrrhus Pyrrhus II. 947

war rr mit dem Systeme des Demokrit bekannt geworden, welcher außer den nnmit--kelbaren Grundkörpern (Atomen) Nichts für wahr hielt, alle Wahrnehmung aberfür subjektive. In diesen Ansichten wurde er durch die Bekanntschaft mit der Lebredes Sokrates, mit welchem sein Charakter viel Ähnlichkeit hatte, bekräftigt. Cicerorechnet ihn ausdrücklich zu den Sokratikern, und s. Skepsis schloß sich auch wol an dieIronie des Sokrates an, indem er das scheinbare Nichtwissen und die Bestreitungdes eiteln Wissens in eine Lehre von einer allgemeinen Ungewißheit verwandelte unddadurch der Sophistik entgegentrat. Durch Temperament und Lebensgewohnheitgeneigt, eine unwandelbare Ruhe als den großen Zweck aller Philosophie zu betrach-ten, in der Meinung, daß nichts diese Ruhe so sehr störe als die unzähligen Mei-nungsverschiedenheiten in den Schulen der Dogmatiker, und daß durch ihr Streiteneher die Ungewißheit vermehrt werde, beschloß er, den Frieden, den er in der dogma-tischen Philosophie zu finden verzweifelte, auf eine andre Weife zu suchen. So er-zeugte sich bei ihm der Skepticismus. P. hinterließ keine Schriften. Sein Freundund Schüler, Timon, behandelte zuerst diesen Skepticismus schriftlich; aber seineSchriften sind verloren gegangen. Nur aus Schriften s. später» Nachfolger, undbesonders aus Sextus Empiricus, können wir die Grundsätze s. Schule, oder rich-tiger, die philosophische Denkart kennen lernen, durch welche sie mehr danach strebte,I jedes andre philosophische Gebäude umzustürzen, als ein eignes aufzubauen. Diesogen, pyrrhonischen Wendungen oder Zweifelsgründe gehören ihm schwerlich selbst* an, sondern sind wahrscheinlich von spätem Pyrrhoniern ausgestellt und entwickeltworden. Im gemeinen Leben nennt man ofts von ihm die Zweifelsucht Pyrrhonis-mus und redet auch von einem historischen Pyrrhonismus.

Pyrrhus, des Achilles und der Jphigenia Sohn, welchen sein Vater nachdecOpferungJphigenia's nach Skyros brachte und der De-damia übergab. (A. ge-ben ihm di- Detdamia, des Lykomedes T., zur Mutter.) Auf Skyros wurde er er-zogen und blieb dort, bis nach s. Vaters Tode Ulysses und Diomedes ihn abholten,da Kalchas erklärt hatte, daß ohne ihn Troja nicht erobert werden könne. Er erhieltjetzt den Namen Neoptolemus, weil er sehr jung in den Krieg ziehen mußte. Homerbeschreibt ihn als schön, beredt, tapfer und stets unverzagt. Die nachhomerischenDichter lassen ihn die Opferung der Polyxena auf s. Vaters Grabe veranstalten, denPhiloktet von Lemnos abholen und den Polites und Priamus tödten. Von den Ge-fangenen wurden ihm Andromache und Helenus zu Theil. Sehr von einander ab-weichend sind die spätem Sagen. Einige lassen s. Rückkehr zu Lande, A. zu Wassergeschehen. Nach Einigen kam er nach Epirus zu den Molossern, dort eine neueHerrschaft stiftend. Hier war Andromache seine Gemahlin, mit welcher er den Mo-lossus, Pierus und Pergamus zeugte. Endlich überließ er Gemahlin und Reich demHelenus, den er als Weissager ehrte, und nun finden wir ihn kn einem neuen My-thenkreise, wozu der Grund bei Homer ist. Er ward nämlich mit Hermione ver-mählt, die ihr Vater Menelaus ihm vor Troja zur Gemahlin gelobt hatte. Dar-über ward er, nach Einigen, von Orest, der Hermione vorherigem Gemahl, am Al-täre Apollo'S ermordet. Nach A. erfolgte sein Tod auf Apollo's Veranlassung, dener beleidigt hakte. Darüber sind die Meisten einig, daß s. Ermordung zu Delphi ge-schah. Hier zeigte man sein Grabmal und brachte ihm jährlich ein Gedächtnifopfer.

Pyrrhus II., König von Epirus 300 I. v. Chr., war einer der größtenFeldherren s. Zeitalters, dabei ehrgeizigmnd eroberungssüchtig. In s. 12.1. bestieger den väterlichen Thron; nach 5 I. durch den Neoptolemus von demselben vertrie-ben, erhielt er ihn bald wieder und vergrößerte darauf s. Macht durch die EroberungMakedoniens. Bon den Tarentinern (s. Tarent) gegen die Römer zu Hülfe ge-rufen, besiegte er mit Hülfe s. Elefanten die in dieser Art des Krieges noch unerfah-renen Römer 2 Mal; allein sein Geständniß:Noch ein solcher Sieg, und erwerde allein nach Hause gehen müssen", bewies, wie viel ihm der Sieg gekostet

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