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8 (1830) O bis Q
Entstehung
Seite
942
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842 Pyramus Pyrenäen

hci'ten in diesen Messungen mögen zum Theil daher rühren, daß sie auf verschiede-nen Seiten gemacht worden, diese aber des mehr oder weniger angewehten San-des wegen nicht gleich sind. Strabo erwähnt, daß der Stein, welcher den Ein-gang in die Pyramide verschlösse, fast auf der Mitte der einen Seite befindlich sei;wäre dies richtig, so müßte das Erdreich in der Nähe sich sehr angehäuft haben, dajetzt der Eingang nicht über 100 Fuß vom Bodm entfernt ist. Hcrodot sagt, diegroße und nächste Pyramide sei ganz mit weißem Marmor bekleidet; Diodor undPlinius nahmen an, sie seien ganz aus diesem kostbaren Material erbaut. Hero-dot'S Anführung wird durch noch vorhandene Überreste bestätigt. Denen, der denfranz. Zug nach Ägypten begleitete, sagt über den gegenwärtigen Zustand der Py-ramiden Folgendes: Bonaparte hatte beschlossen, die großen Pyramiden von Gizezu untersuchen. Es waren dazu gegen 300 Pers. bestimmt, unter denen sich auchDenen befand. Mannäherte sich auf Böten mittelst der unter Wasser gesetzten Ca-näle des Nils der Grenze der Wüste in einer Entfernung von einer Halden Stundevon den Pyramiden. Der erste Eindruck, den ihr Anblick machte, entsprach der Er-wartung nicht, da cs an Gegenständen zur Vergleichung fehlte. Erst als man ihnennäher kam und Menschen an dem Fuße der Pyramiden erblickte, trat ihre riesenmä-ßigeGröße hervor. Man bestieg einen kleinen Hügel von Schutt und Sand, der zuder Öffnung der Pyramide führte. Diese Öffnung, welche nach Denon's Angabeungefähr 60 F. über dem Boden liegt, ist versteckt durch eine allgemeine Außenseitevon Stein, welche die dritte oder innere Einhegung des die Pyramide umgebendenBollwerks bildet. Große Steine liegen horizontal an den Seiten des Eingangs,und über diesen befinden sich andre von ungeheurer Größe so gelegt, daß sie durchihr Gewicht ihren Fall oder ihre Verrückung unmöglich machen. Hier beginnt dererste Gang in einer Richtung gegen den Mittelpunkt und die Grundfläche des Ge-bäudes. An dem Ende dieses Ganges, sagt Denen, findet man 2 große Granitblöcke,welche ihn unterbrechen. Da die Versuche, das Hinderniß zu überwinden, fruchtlosgeblieben, so ist man wieder etwas zurückgekehrt, ist um 2 Steinblöcke herumgegan-gen und hat, über sie wegklimmcnd, einen zweiten so steilen Gang entdeckt, daß man,um hinaufzusteigen, hat Stufen aushauen müssen. Dieser Gang führt in einenRaum, wo eine Höhle ist, welche gewöhnlich der Brunnen genannt wird. Sie istder Eingang zu einem horizontalen Gange, welcher in ein u. d. N. Gemach der Kö-nigin bekanntes Zimmer ohne alle Zierralhen oder Inschriften führt. Von dem obengenannten Raume führt eine Öffnung in perpendiculairer Richtung zu dem Haupt-gange, und dieser endigt in einem zweiten Raume, wo sich ein drittes und letztesBehältniß befindet. Dies ist mit größerer architektonischer Sorgfalt gebaut. Zuletztkommt das königl. Gemach, welches den Sarkophag enthält und der letzte Zweck ei-nes so Ungeheuern Gebäudes ist. Der genues. Ingen, und Alterlhumsforscher Ca-viglia hat den untcrird. Gang aufgefunden, durch den die Pyramiden von Gizvmit der von Lahoun (15 Stunden von einander entfernt) und mit den Trümmernder alten Memphis in Verbindung stehen. (S Grobert'sBeschreib, der Pyrami-den zu Giz« ic.", a. d. Franz., Gera und Leipzig 1801.) Außer dieser Pyramiden-gruppe sind noch die von Mandschelmusa, Sakkarah, Dagschur und von Fejumzu nennen. S. auch Hirt,Von den ägyptischen Pyramiden" (Berlin 1815).

Pyramus, s. Thisbe.

Pyrenäen, ein 56 Meilen langes und 5 bis 24 Meilen breites Gebirgezwischen Frankreich und Spanien, das sich vom mittelländischen bis zum biscaji-schen Meere zieht, wo es sich an beiden Meeren allmälig senkt und am mittelländi-schen Meere im Vorgebirge Ccrvera, am biscajischen im Vorgebirge Higuer en-digt. Am erhabensten zeigt es sich von der franz. Seite, wohin seine höchstenSpitzen gehören. Dieses rauhe Granitgebirge ist theilS mit Waldung bedeckt, theilShat eS viele nackte Gipfel, auf welchen selbst im Sommer der Schnee liegen bleibt,