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ches Begräbnis streitig machte. — Sein Sohn, Karl Joseph, geb. 26. Nov.1736 in Lille, ein lebhafter, geistreicher Kopf, fühlte sich in s. Vaterstadt für s. gro-ßen Entwürfe zu beengt. Er eilte nach Paris, wo er sich durch einige kleine Schrif-ten bereits vortheilhaft bekanntgcmacht hatte, und wo s. Haus 1760 fg. bald derBereinigungspunkt der ausgezeichnetsten Köpfe wurde. Der ,Mvroiire <!«kam in s. Hände, und er hob diese Zeitschrift so, daß die Zahl der Abonnenten bisauf 15,000 stieg. Von jetzt an findet man P.'s Namen bei vielen großen Unterneh-mungen des scanz. Buchhandels jener Zeit. Wir nennen von ihm: Buffon's Wer-ke; „I-eZraiuI voclllnililire krsnpsis"; die Sammlung von Reisen von Laharpe;die „Luo^olopeäie metlwckigue"; auch gab er beim Ausbruche der Revolution dieIdee zum „Moniteur", besten Eigenthum und Verlag noch gegenwärtig seiner Toch-ter, Mad. Agaffe, gehört. P. starb am 19. Dec. 1799 in einem Alter von 62 I.
— Sein Sohn Charles (Louis Flcury), geb. zu Paris den 26. Dec. 1780, ge-hört ebenfalls unter die ersten pariser Buchhändler, sowie er einer der thätigstenund in s. Unternehmungen einer der glücklichsten ist. Die wichtigsten der von ihmverlegten Werke sind das „Oictionnairolesseienei^möäivslos" (60Bde., 1810—22, und fortwährend Supplemente), die „Vietoires et eonguetes lies »rmeeskrsayswos", und insbesondere die Ausg. im Wege des Buchhandels von dem großenWerke über Ägypten, das Napoleon auf Kosten des Staats anfangen, und LudwigXVlll. vollenden ließ. Sie besteht aus 25 Bdn. Text und 900 Kpfn. in Atlas-formatundgr.Fol. Auch hatP. dcnTacitus übers, wovond. 1. Bd., „Oermsuie",mit einem Comment. und Atlas in einer Prachtausg. erschien.
Pancratium (der Allkampf), ein Wettkampf der alten Griechen, beiwelchem alle 4 Kampfarten (Pentathlon, (.Gymnasium) angewendct wurden;deßgl. ein Wettkampf, bei welchem man kein Mittel unversucht ließ, den Sieg zuerringen, wo man rang und zugleich mit der Faust kämpfte, auch ein Kampf aufLeben und Tod.
Pandämonium, der allgemeine Tempel für G ötter und Halbgötter bei denAlten; Versammlung der Dämonen. So heißt auch, um die Ohren der Damen, welche«S besuchen, zu schonen, das 1828 eröffnete, prachtvoll meublirte Spielhaus in derStraße St.-James zu London. Ehemals nannten die Engländer einSpielhaus Il«II.
Pandekten (era,-, Alles, u. zusammcnfasten), ein Theil des
6 orpus) uris eiviIi 8 (s. d.); sie enthalten eine systematisch geordnete Samm-lung aus den Werken römischer Rechtsgelehrten über Rechtsgegenstände, welcherKaiser Justinian, auf dessen Befehl sie unternommen wurde, im I. 533 gesetzlicheKraft erthcilte, indem er alle bisher gültig gewesene Schriften der Rechtsgelehrten,sowie frühere Rechtsversammlungen, abschaffte. Man nannte sie auch Digests, von.ligerere (ordnen), weil das in jenenWerken Zerstreute zusammengefaßt werden sollte.
Pandemos, griech. Beiname der Venus. Theseus stiftete in Athen dieVerehrung der Venus Pandemos, als er die verschiedenen Stämme oder Flecken(äMo<) dieser Landschaft zuerst in ein Ganzes verband. Nach A. kam dieser Bei-name daher, weil der Tempel der Venus sich am Markte, dem Versammlungsplatzedes ganzen Volks (er«,äMcw), befand; nach A. endlich, weil dieser Tempelvon Solon von dem Gelbe, welches die öffentlichen Mädchen bezahlen mußten, er-baut worden war. Allein Venus wurde als Pandemos auch an a. O. schon von denältesten Zeiten an verehrt. Merkwürdig war das Bild der auf einem Bocke reiten-den Venus Pandemos zu Elis, neben dem Bilde der Venus Urania. Hier erscheint s
die Venus Pandemos im Gegensatz der überirdischen Liebe als das Symbol der ge- >meinen Liebe und sich Allen preiSgebenden Sinnlichkeit; in dieser Bedeutung nimmt ^
man den Ausdruck Venus Pandemos noch jetzt, wenn man die Sache selbst nicht ldeutlicher bezeichnen will. ' !
Pandora, dieAllbegabte, also benannt, weil jeder der Olympier sie >